Bäume umgestürzt, Keller nass

Schäden an Gebäuden und Autos – Wo das Unwetter besonders stark war

Hagel zerstört Fensterscheiben, Bäume stürzen auf Dächer und Straßen: Am Vormittag ist ein starkes Unwetter über das Land gezogen.

Schäden an Gebäuden und Autos – Wo das Unwetter besonders stark war

Bäume liegen nach einem schweren Unwetter auf einem Gebäude (Luftaufnahme mit Drohne).

Gewitter und heftiger Regen haben in weiten Teilen Baden-Württembergs für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten gesorgt. Bäume stürzten um, Straßen und Keller liefen voll, Hagel beschädigte Gebäude. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt: Bei Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis wurde ein Regionalzug auf freier Strecke durch herabgestürzte Äste ausgebremst. Sechs Fahrgäste mussten den Zug verlassen.

Viele Einsätze gab es nach Polizeiangaben auch am Bodensee. Betroffen waren demnach alle Landkreise in der Region, vor allem der Landkreis Konstanz mit Singen und Radolfzell. Auch hier kippten zahlreiche Bäume um, Straßen wurden teilweise blockiert. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand.

Keller unter Wasser 

Im Landkreis Reutlingen rückten Polizei und Feuerwehr unter anderem in Lichtenstein, Unterhausen und St. Johann aus. Dort standen vereinzelt Keller und Straßen unter Wasser, Hagel richtete Schäden an. In Bad Urach zerstörten Hagelkörner Fensterscheiben. Die Einsatzlage sei aber zunächst noch überschaubar gewesen, sagte ein Sprecher der integrierten Leitstelle.

Nördlich von Stuttgart stürzten in Oppenweiler mehrere Bäume um, einige fielen auf das Dach eines Firmengebäudes. Zum Zeitpunkt des Unwetters hielt sich dort nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes niemand auf. Es gab keine Verletzten. Eine Spezialfirma übernahm die Aufräumarbeiten. Auch auf der Bundesstraße 14 zwischen Oppenweiler und Sulzbach an der Murr kam es wegen herabgestürzter Äste vorübergehend zu Behinderungen. Die Straße konnte aber weiter befahren werden.

Im Landkreis Ludwigsburg zählten die Feuerwehren am Morgen mehr als 30 Einsätze. Besonders betroffen waren Markgröningen, Freiberg am Neckar und Bietigheim-Bissingen. Umgestürzte Bäume mussten beseitigt werden, zudem liefen Bahnübergänge voll.

Wetterdienst warnte vor Unwettern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für alle vier Regierungsbezirke des Landes – Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen – vor schweren Gewittern gewarnt. Die Warnstufe drei von vier galt bis zum Mittag. Er hatte Starkregenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit für möglich gehalten und vor orkanartigen Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde und Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Größe gewarnt. Auch Blitzschlag, Schäden an Gebäuden und Leitungen, umstürzende Bäumen, herabfallende Ästen und Dachziegel sowie rasche Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern hatten die Experten nicht ausgeschlossen.

Schäden an Gebäuden und Autos – Wo das Unwetter besonders stark war

Am Morgen zieht eine markante Gewitterwolke in Form einer Superzelle über Sulzbach an der Murr im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis hinweg.