Hitze in Baden-Württemberg

Schopper appelliert an Absage von Wettbewerben

In Württemberg sind die Kinder- und Jugendfußball-Turniere abgesagt, ebenso in Südbaden. Theresa Schopper empfiehlt den verbleibenden Verbänden, dem Beispiel zu folgen.

Schopper appelliert an Absage von Wettbewerben

Sportministerin Theresa Schopper empfiehlt besonders im sensiblen Kinder- und Jugendbereich, Wettbewerbe abzusagen.

Von Sascha Maier

Die Bau- und Sportministerin Theresa Schopper (Grüne) appelliert an Verbände und Vereine, Sportwettbewerbe zu verlegen oder abzusagen – besonders im Kinder- und Jugendbereich. Der Grund: die Hitze.

„Sport, Bewegung und Wettkampf sind wichtig für unsere Kinder und sollen vor allem Freude machen. Gleichzeitig steht natürlich die Gesundheit immer an erster Stelle – gerade angesichts der zu erwartenden hohen Temperaturen“, sagte Schopper. Deshalb sei es vollkommen richtig, dass der Württembergische Fußballverband alle Spiele am kommenden Wochenende abgesagt hat. „Ich setze darauf, dass alle Vereine ebenso verantwortungsvoll reagieren.“

„In der Hitze selbst bleibt nur Schwimmen“

Nach Ansicht des Sportministeriums könnten bei der Hitze nur frühmorgens oder teils sehr spät abends Ausdauersportarten betreiben werden. Schopper: „In der Hitze selbst bleibt nur Schwimmen.“

Nicht nur der Württembergische Fußballverband (WFV) hat die Turniere am Wochenende abgesagt, auch der Südbadische Fußballverband (SBFV) verlegte die Verbandsspiele. Der SBFV empfahl außerdem, auch Freundschaftsspiele abzusagen oder zumindest in die Abendstunden zu verlegen. Der Badische Fußballverband (bfv) rief seine Mitglieder bislang lediglich dazu auf, den Richtlinien des Deutschen Fußball-Bund (DFB) Folge zu leisten und Maßnahmen gegen die Hitze zu ergreifen (Stand: Freitagvormittag). Dazu gehören etwa Trinkpausen.

DFB empfiehlt Absagen erst ab 40 Grad

Das Sportministerium hat selbst keine Handhabe, Sport zu verbieten, egal wie heiß es draußen ist. Die Zuständigkeit für den Wettkampf- und Spielbetrieb im Kinder- und Jugendfußball liegt bei den jeweiligen Sportfachverbänden und den verantwortlichen Veranstaltern vor Ort. Bei Temperaturen ab 40 Grad empfiehlt aber auch der DFB, Spiele ganz abzusagen oder zu vertagen.