Mit Bollenhut und Kirschtorte gilt die Playmobil-Figur Schwarzwald-Marie als Verkaufsschlager. Jetzt ist klar, wer mit ihr künftig in die Kiste – Pardon: den Karton steigt.
Ein schönes Paar: die Schwarzwald-Marie und ihr Herzblatt, der Hannes.
Von Eberhard Wein
Sie gilt längst als begehrteste Playmobil-Frau im Schwarzwald: Jetzt bekommt die Sonderfigur „Schwarzwald-Marie“ einen Partner. Bei einer Abstimmung im Internet habe sich die neue Figur an ihrer Seite am Ende mit großer Mehrheit durchgesetzt, teilt das Touristikbüro von Baiersbronn mit. Der 7,5 Zentimeter große Traumpartner dürfe sie nun sogar heiraten.
„Wer soll dein Herzblatt sein?“ In Anlehnung an eine einstmals beliebte Vorabendshow im deutschen Fernsehen, standen drei Verehrer zur Auswahl: Sunnyboy Valentin bezauberte mit Brille und blondem Haar; der romantische Jakob versuchte, mit locker geschwungenem braunem Schopf zu überzeugen. Das Rennen aber machte der bodenständige Hannes, der als klassischer Schwarzwaldjunge auftrat.
Blumenstrauß statt Kirschtorte
Er darf jetzt mit der Schwarzwald-Marie ein neues Set bilden. Während die unverheiratete Marie natürlich mit Kirschtorte auftrat, bekommt sie zur feierlichen Vermählung einen Blumenstrauß in die Hand gedrückt. Hannes hingegen ist mit einer Trompete ausgestattet.
Beide Figuren tragen selbstverständlich original Schwarzwälder Tracht. Dafür hat der Baiersbronner Bürgermeister Michael Ruf, der die Schwarzwald-Marie höchst persönlich zur Gartenschau im vergangenen Jahr erdacht hatte, wieder einen Experten hinzugezogen. Sein Gutacher Amtskollege Siegfried Eckert, schaute ganz genau hin und erwirkte eine entscheidende Veränderung. Als verheiratete Frau trägt die Schwarzwald-Marie statt der roten jetzt schwarze Bollen auf dem Hut, wie es Brauch ist im Kinzigtal. Schließlich geht es bei der Liebe immer ums Detail.
Zu kaufen gibt es das neue Set von der Jahresmitte an bei allen Tourismus-Informationen von Baiersbronn, außerdem beim Nationalparkzentrum Ruhestein, im Unimog-Museum Gaggenau und bei weiteren Verkaufsstellen im Kinzigtal. Ob im nächsten Jahr dann Playmobil-Nachwuchs ins Haus steht – man darf gespannt sein.