Die indonesische Insel wird von einem starken Erdbeben getroffen. Die Region liegt am Pazifischen Feuerring, wo Beben und Vulkanausbrüche häufiger vorkommen.
Nach einem Erdbeben in Palu in Zentral-Sulawesi Indonesien, werden Patienten aus einem örtlichen Krankenhaus evakuiert.
Von red/dpa
Ein starkes Erdbeben hat die indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS und des Deutschen Geoforschungszentrums (GFZ) ereignete sich das Beben der Stärke von 6,7 in einer eher geringen Tiefe von zehn Kilometern am Dienstagvormittag (Ortszeit) nahe der Stadt Palu im Zentrum Sulawesis. Es sei in mehreren Provinzen in der Region zu spüren gewesen, teilte die indonesische Behörde für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik mit.
Über Schäden und Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. Jedoch könnten die starken Erschütterungen Berichten zufolge gerade an vielen schlecht gebauten Gebäuden Schäden verursacht haben. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht, da sich das Beben im Landesinneren ereignete. Jedoch gab es laut USGS bereits mehrere Nachbeben mit Stärken von bis zu 5,2.
Die zwischen Borneo und Papua-Neuguinea gelegene Insel ist eine der größeren des aus mehr als 17.000 Eilanden bestehenden Staats in Südostasien. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmäßig zu Beben und Vulkanausbrüchen.
Erinnerungen an verheerendes Beben 2018
Von den fast 280 Millionen Einwohnern Indonesiens leben mehr als die Hälfte auf der stark überbevölkerten Hauptinsel Java. Sulawesi hat etwa 20 Millionen Einwohner.
Das Erbeben weckte Erinnerungen an die Katastrophe von 2018: Damals wurden die Stadt Palu und die umliegende Region von einem Erdbeben der Stärke 7,5 und einem Tsunami getroffen. Mehr als 4.300 Menschen starben.