Die beliebte „Traumstraße der Alpen“ muss nach massiven Felsstürzen bis 2030 saniert werden, bleibt auf Tiroler Seite aber befahrbar.
Blick auf die Silvretta-Hochalpenstraße mit der Bielerhöhe.
Von Michael Maier
Schlechte Nachrichten für alle Alpen-Liebhaber, Motorradfahrer und Roadtrip-Fans: Die berühmte Silvretta-Hochalpenstraße, die das Vorarlberger Montafon mit dem Tiroler Paznauntal verbindet, bleibt voraussichtlich bis zum Sommer 2030 für den Verkehr geschlossen.
Die 22 Kilometer lange Panoramastraße gilt als eine der schönsten der Alpen, doch die Natur hat in letzter Zeit ihre raue Seite gezeigt. Bereits im Sommer 2024 kam es zu schweren Felsstürzen und Murenabgängen, die eine Sperre erforderten. Ein weiteres Ereignis 2025 machte deutlich: Die bisherigen Sicherungsmaßnahmen reichen nicht aus.
Felsstürze und Muren an der Silvretta-Hochalpenstraße
Umfassende geologische Untersuchungen der Betreibergesellschaft illwerke vkw haben nun ergeben, dass die Strecke tiefgreifend umgebaut werden muss. Geplant sind unter anderem die Verlegung ganzer Straßenabschnitte und der Bau von massiven Schutzdämmen. Nach der Planungs- und Genehmigungsphase sollen die schweren Bauarbeiten von 2027 bis 2029 andauern.
Silvretta-Ausflüge trotzdem noch möglich
Auch wenn die durchgehende Fahrt über die Bielerhöhe (2.032 m) vorerst ins Wasser fällt, gibt es Alternativen, um die atemberaubende Bergwelt trotzdem zu genießen:
Für den regionalen Sommertourismus im Montafon ist die jahrelange Sperre zweifellos ein Schlag. Dennoch zeigen sich die Gemeinden erleichtert, dass nun zumindest eine klare Perspektive und Planungssicherheit für die kommenden Jahre herrscht.