In einer niederländischen Kirche ist möglicherweise das Skelett des legendären Musketier-Kommandeurs d’Artagnan gefunden worden, der Alexandre Dumas zu seinem Roman „Die drei Musketiere“ inspirierte.
In diesem Hohlraum unter dem Kirchenboden von St. Peter und Paul in der niederländischen Stadt Maastrichtbefand sich das Skelett.
Von Markus Brauer/AFP
„Und jetzt, Freunde“, sagte d’Artagnan, ohne sich die Mühe zu machen, Porthos sein Verhalten zu erklären, „einer für alle, alle für einen! Das soll unser Wahlspruch sein, einverstanden?“ (Alexandre Dumas, Les Trois Mousquetaires’, „Comment d’Artagnan se développa, chapitre 9, 1844).
Gebeine eines französischen Adeligen unter dem Kirchenboden
In einer niederländischen Kirche ist möglicherweise das Skelett des legendären Musketier-Kommandeurs D’Artagnan gefunden worden, der Alexandre Dumas zu seinem Roman „Die drei Musketiere“ inspirierte.
Bei Reparaturarbeiten im Hauptschiff von St. Peter und Paul in der Stadt Maastricht sei ein Skelett gefunden worden, bei dem es sich mutmaßlich um die Gebeine des französischen Adeligen handeln könne, berichtete der Sender L1 Nieuws .
Musketeer d'Artagnan's remains believed found under Dutch church https://t.co/cM8sINA8Ku — BBC News (World) (@BBCWorld) March 25, 2026
️ Renovation work on an ancient Dutch church has uncovered a skeleton that all the evidence suggests is that of the fourth musketeer, D'Artgnan Here's how the discovery unfolded ⤵️https://t.co/Q8EJ9NQJQjpic.twitter.com/DeLYnTiGOj — The Telegraph (@Telegraph) March 25, 2026
Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan
Der echte D’Artagnan, der mit vollständigem Namen Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan hieß, verbrachte sein Leben im Dienste der französischen Krone.
Der zwischen 1611 und 1615 auf Schloss Castelmore in Lupiac geborene Franzose starb 1673, als er im Auftrag von König Ludwig XIV. mit seinen Musketieren die Stadt Maastricht belagerte und durch einen Schuss getötet wurde.
Seine letzte Ruhestätte blieb jedoch ein Rätsel. Möglicherweise bis jetzt.
Was für die Echtheit des Fundes spricht
Das Skelett wurde nach dem Einsturz des Fußbodens einer modernen Kirche im Februar gefunden, deren Ursprünge in das 13. Jahrhundert zurückreichen. Der Fund wird dem Medienbericht zufolge derzeit in einem archäologischen Institut in Deventer untersucht.
Für die Identität der Gebeine sprechen derweil mehrere Indizien:
In der Nähe des Skeletts wurde eine französische Münze gefunden, berichtet Diakon Jos Valke, der bei den ersten Ausgrabungen dabei war.
Zudem deutet der Fundort des Grabes unter dem früheren Altar auf eine prominente Person hin. „Zu jener Zeit wurden nur Mitglieder des Königshauses oder andere bedeutende Persönlichkeiten unter einem Altar beigesetzt.“
Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan aus der französischen Gascogne inspirierte den Schriftsteller Alexandre Dumas im 19. Jahrhundert zu seinem Helden des berühmten Romans „Die drei Musketiere“. Aufgrund zahlreicher Verfilmungen ist die Figur bis heute weltweit bekannt.