Keine Wahlbenachrichtigung erhalten?

So kann man trotzdem bei der Landtagswahl in BW 2026 wählen

Die Landtagswahlen 2026 finden in Baden-Württemberg am 8. März statt. Wie kann man an der Wahl teilnehmen, wenn man keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat?

So kann man trotzdem bei der Landtagswahl in BW 2026 wählen

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg steht in Kürze bevor.

Von David Hahn

In Baden-Württemberg findet die Landtagswahl 2026 am 8. März statt. Wer keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, findet hier alle Infos dazu, wie man trotzdem an der Wahl teilnehmen kann.

Wahlbenachrichtigung zur Wahl in BW 2026

Auf der Wahlbenachrichtigung stehen auch alle Informationen zum zuständigen Wahllokal und in welchem Raum man die Stimme abgeben kann. Die Wahlbenachrichtigungen sollten laut Baden-Württemberg.de bis spätestens Sonntag, 15. Februar, eingetroffen sein. Wer seine Wahlbenachrichtigung immer noch nicht erhalten hat, sollte sich rechtzeitig bei der eigenen Gemeinde erkundigen, ob man im Wählerverzeichnis aufgelistet ist. Wenn man dort nicht aufgeführt wird, kann man auch nicht wählen. Im Falle eines Umzuges oder einer fehlenden Ummeldung sollte auch beim vorherigen Wahlbezirk nachgefragt werden.

Keine Wahlbenachrichtigung erhalten: So kann man trotzdem wählen

Die Wähler*innen können bei der Wahl ihre Wahlbenachrichtigung vorzeigen, um nachzuweisen, dass sie in diesem Wahlraum wahlberechtigt sind. Falls die Wahlbenachrichtigung nicht zugestellt, vergessen oder verloren wurde, reicht auch die Vorlage des Ausweises. Ein Ausweisdokument, wie der Personalausweis oder Reisepass, ist aber in jedem Fall zwingend notwendig. Auskunft darüber, in welchem Wahllokal man wählen darf, erhält man über die eigene Wohnortgemeinde.

Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026

Bei der Landtagswahl kommt in Baden-Württemberg erstmals ein neues Wahlrecht zur Anwendung. Wahlberechtigte geben nun, ähnlich wie bei der Bundestagswahl, zwei Stimmen ab. Zuvor wählten Bürger mit einer Stimme einen Direktkandidaten und gleichzeitig dessen Partei. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Dieses Prozedere wird nun getrennt. Den Direktkandidaten für den jeweiligen Wahlkreis wählen Bürger mit der Erststimme. Im Gegensatz zur Bundestagswahl zieht jeder Wahlkreisgewinner garantiert in den Landtag ein.

Die Zweitstimme hingegen geht an eine Partei. Dabei muss es sich nicht um die Partei des bevorzugten Direktkandidaten handeln. Die Zweitstimme bestimmt darüber, wie viele Sitze eine Partei im Landtag bekommt - also wie stark sie dort repräsentiert ist. Welche Kandidaten über die Zweitstimme in den Landtag einziehen, bestimmt die sogenannte Landesliste, welche die Parteien im Voraus festlegen. Diese soll mehr unterrepräsentierte Gruppen in den Landtag bringen, darunter Frauen. Parteien können Listenplätze beispielsweise abwechselnd an Männer und Frauen vergeben. So können Parteien besser steuern, wer ins Parlament einzieht. Bei der Landtagswahl gilt wie auch auf der Bundesebene die Fünfprozentklausel. Erhält eine Partei weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen, hat sie keinen Anspruch auf Sitze.

Laut Gesetz muss der Landtag aus mindestens 120 Abgeordneten bestehen. In der Vergangenheit stieg die Zahl der Sitze stetig, was an den sogenannten Überhangmandaten liegt. Gewinnt eine Partei mehr Direktmandate, als ihr aufgrund ihres Anteils an Zweitstimmen zustehen, darf sie diese behalten. Um die Verteilung fair zu gestalten, erhalten andere Parteien dafür sogenannte Ausgleichsmandate, also zusätzliche Sitze. Dadurch wächst der Landtag.

Insgesamt sind bei der Landtagswahl im März laut Statistischem Landesamt 7,7 Millionen Bürger wahlberechtigt, so viele wie noch nie. 8,4 Prozent davon sind Erstwähler. Erstmals dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahren wählen.

Mit Material der dpa