Weltpremiere in Südkorea

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Die C-Reihe ist seit jeher ein klassischer Mittelklasse-Mercedes. Doch diesem Segment scheint das in Südkorea präsentierte Elektro-Modell zu entwachsen. Aus vielerlei Gründen.

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Die neue C-Klasse gilt in vielerlei Hinsicht als ein Symbol für Mercedes-Benz.

Von Peter Stolterfoht

Sie ist ein Mercedes-Symbol, in vielerlei Hinsicht. Zunächst einmal steht die neue vollelektrische C-Klasse für den internationalen Anspruch des Stuttgarter Konzerns. Man könnte sie die Auto gewordene Globalisierung nennen. Angefangen beim Produktionsort. Gebaut wird die Elektro-Limousine im ungarischen Mercedes-Werk Kecskemét und nicht wie der elektrische GLC in Bremen. Die Batterie wiederum kommt aus Kamenz in Sachsen. Und seine Weltpremiere feierte das Fahrzeug am Montag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Seoul bietet sich für die Premiere an

Warum ausgerechnet Südkorea? Das fragten sich am vergangenen Donnerstag einige Aktionäre bei der Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group AG. Mit den Weltpremieren, so die Antwort des Vorstandsvorsitzenden Ola Källenius, ziele man auf Länder ab, in denen man für das jeweilige Modell ein besonders großes Interesse erwarte.

Die Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole Seoul gilt als zentraler Zukunftsmarkt für die Elektromobilität und für technische Innovation. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass in kaum einer anderen Großstadt der Welt E-Autos eine solche hohe Akzeptanz bei den Bewohnern besitzen wie in Südkoreas Hauptstadt.

Hier passt sie also hin, die neue C-Klasse. Sie soll auch als ein Symbol für eine neue Form der Elektromobilität gelten und dabei den Begriff Mittelklasse laut Hersteller auf ein höheres Mercedes-Niveau heben. Wenn der Wagen denn überhaupt noch diesem Segment zuzuordnen ist.

Reichweite beträgt 760 Kilometer

Hergestellt wird das Modell auf der neuen Mercedes-Plattform mit der Bezeichnung MB.EA-M. Bei diesem Fahrzeug fällt das Raumkonzept auf, das unerwartet viel Platz im Innenraum bietet. Unterstrichen wird dies durch ein Panorama-Dach. Neu ist auch der KI-Sprachassistent, dem Mercedes Lern- und kontextbezogene Fähigkeiten bescheinigt. Der Konzern bewirbt außerdem explizit die Luftfederung sowie eine Hinterachslenkung. Hinzu kommt eine Reichweite von 760 Kilometern. In zehn Minuten ist die leere Batterie wieder auf eine Reichweite von 320 Kilometern aufgeladen.

Die C-Klasse fährt in einer klassischen Limousinenform vor. Weil Autohersteller mit großen Worten schnell unterwegs sind, nennt Mercedes das Heck „athletisch“ und den Grill „ikonisch“. Zusammenfassend sagt Entwicklungsvorstand Jörg Burzer: „Sie ist die sportlichste C-Klasse, die wir je gebaut haben. Zugleich ermöglicht sie Fahrkomfort auf S-Klassen-Niveau.“ Vorstandschef Ola Källenius ergänzt: „Mit der neuen elektrischen C-Klasse haben wir alles, was unsere Kundinnen und Kunden an diesem Modell schätzen, auf das nächste Level gebracht.“

Welch enorme Entwicklung die C-Klasse hinter sich hat, wird beim Blick auf ihre Anfänge deutlich. Gestartet ist sie im Jahre 1983 als kompaktes Einstiegsmodell. Der Mercedes-Benz 190, bekannt auch als Babymodell, gilt als Ursprungsauto. 1993 kommt die Baureihe W 202 auf den Markt und mit ihr auch erstmals die Bezeichnung C-Klasse. Durch die Einführung der A-Klasse im Jahr 1997 ist die C-Klasse fortan nicht mehr die kleinste Mercedes-Modellreihe. Mit dem Start der B-Klasse geht es 2005 für die C-Klasse noch einmal eine Stufe auf der internen Skala nach oben. Als Vorgänger der neuen C-Klasse kann der 2023 in Serie gegangene CLE gesehen werden, als Vertreter einer Mittelklasse de luxe.

Daten und Zahlen

ElektroantriebGemacht für lange Strecken“ lautet ein Slogan für die neue C-Klasse. Deren Reichweite wird vom Hersteller mit 720 Kilometern angegeben, in zehn Minuten lässt sich die Batterie mit der 800-Volt-Technologie auf bis zu 320 Kilometer nachladen.

SpitzenmodellDer C 400 4MATIC als stärkste Variante hat einen Verbrauch von 18,6 – 14,2 kWh/100 Kilometer. Die Limousine hat 27 Kameras und Sensoren.  

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Mercedes fährt mit seiner neuen C-Klasse vor.

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Den Grill nennt der Hersteller „ikonisch“.

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Ein neues Heck-Design

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Und so sehen die Rücklichter aus.

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Blick unter die Antriebshaube

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Mercedes bewirbt „das besondere Raumgefühl“ der C-Klasse.

So sieht die neue elektrische C-Klasse von Mercedes aus

Und spricht von einem „Rückzugsort“.