Die SpaceX-Aktie sorgt schon vor dem offiziellen Börsenstart für Bewegung. Im Pre-IPO-Handel liegt der Kurs bereits deutlich über dem geplanten Ausgabepreis.
Die SpaceX-Aktie sorgt schon vor dem offiziellen Nasdaq-Debüt für Aufsehen. Warum der Pre-IPO-Handel den Markt elektrisiert, welche Chancen und Risiken jetzt im Fokus stehen und worauf Anleger zum Börsenstart achten sollten.
Von Matthias Kemter
Kurz vor dem geplanten Börsengang von SpaceX sorgt die Aktie bereits für deutliche Bewegung. Im Pre-IPO-Handel bei Lang & Schwarz wurde die SpaceX-Aktie am Donnerstagnachmittag bereits mit rund 180 Euro gehandelt. Gegenüber dem angestrebten Ausgabepreis von 135 US-Dollar entspricht das umgerechnet, einem Aufschlag von über 50 Prozent.
Offizieller Börsenstart steht noch aus
Der offizielle Börsenstart steht allerdings noch aus. SpaceX soll am morgigen Freitag, dem 12. Juni 2026, unter dem Kürzel SPCX (ISIN: US84615Q1031 / WKN: A42D4F) an der Nasdaq starten. Der reguläre US-Handel beginnt um 9.30 Uhr Ortszeit in New York, also um 15.30 Uhr deutscher Zeit. Bevor jedoch der erste Kurs festgestellt werden kann, muss die Nasdaq die Aktien zunächst zum Handel zulassen. Erst im Anschluss erfolgt die eigentliche Preisfindung. Vor allem bei großen und stark beachteten Börsengängen kann sich dieser Prozess verzögern. Beim Börsengang von Alibaba vergingen beispielsweise mehr als zwei Stunden, bis der erste Preis ermittelt war.
Pre-IPO-Handel ist nicht der Nasdaq-Erstkurs
Wichtig ist die Kurs-Einordnung. Der Kurs bei Lang & Schwarz ist ein früher außerbörslicher Preis im Pre-IPO-Handel. Er zeigt, wie hoch die Nachfrage vor dem Börsenstart bei einem konkreten Finanzdienstleister ist, sagt aber nicht voraus, zu welchem Kurs die SpaceX-Aktie am Freitag tatsächlich an der Nasdaq in den Handel startet. Gerade bei stark beachteten IPOs können erste Kurse deutlich vom Ausgabepreis abweichen.
Der größte Börsengang in der Geschichte
Mit einer angestrebten Platzierung von rund 75 Milliarden US-Dollar und einer möglichen Bewertung von etwa 1,75 Billionen US-Dollar gehört der SpaceX-Börsengang zu den größten IPOs der Geschichte. Sollte der Börsengang wie geplant über die Bühne gehen, würde SpaceX damit früh in eine Größenordnung vorstoßen, die sonst nur die wertvollsten Tech-Konzerne der Welt erreichen. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit am Markt, denn ein IPO dieser Dimension kann nicht nur die Aktie selbst, sondern auch das Interesse institutioneller und privater Anleger weltweit stark beeinflussen.
Anleger sollten mit starken Schwankungen rechnen
Schon jetzt gilt der Börsengang als massiv überzeichnet. Laut Reuters übersteigt die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches. Das erhöht zwar die Chance auf einen starken Start, steigert aber zugleich das Risiko heftiger Kursschwankungen in den ersten Handelsstunden und auch Handelstagen. Gerade bei einem Konzern wie SpaceX, der mit rund 1,75 Billionen US-Dollar bewertet werden könnte, schauen Anleger weltweit genau hin.
Geschäftsmodell: Was hinter SpaceX steckt
SpaceX ist längst mehr als ein reiner Raketenbauer. Zum Unternehmen gehören neben dem klassischen Raumfahrtgeschäft mit Falcon, Dragon und Starship auch das Satelliteninternet Starlink sowie das KI- und Plattformgeschäft rund um Grok und X. Vor allem Starlink gilt derzeit als wichtigste und einzige profitable Sparte, während SpaceX gleichzeitig weiter massiv in neue Technologien investiert. Für Anleger heißt das: Hinter der Aktie steckt ein Konzern mit mehreren Wachstumsfeldern, aber auch mit entsprechend hoher Komplexität und Risiko.