Er stylte Prinzessin Diana

Star-Friseur John Frieda gestorben

Star-Friseur John Frieda, der mit seinen Promi-Kundinnen und seiner gleichnamigen Haarpflegemarke weltweit bekannt wurde, ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Von Katrin Jokic

Der britische Star-Friseur und Unternehmer John Frieda ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Wie sein Salon am Dienstag (3. November) auf Instagram bekannt gab, starb er friedlich im Kreise seiner Familie. Nähere Angaben zu den Umständen seines Todes wurden nicht gemacht. „John war für uns mehr als ein Mentor. Er war eine wahre Ikone der Friseurbranche“, heißt es in dem emotionalen Abschiedspost.

Frieda gehörte über Jahrzehnte zu den bekanntesten Friseuren der Welt. Zu seinen prominenten Kundinnen zählten unter anderem Prinzessin Diana, Madonna, Twiggy, Nicole Kidman und Gwyneth Paltrow. Besonders berühmt wurde er 1976 durch den sogenannten „Purdey“-Haarschnitt, den er für Schauspielerin Joanna Lumley und ihre Rolle in der britischen Fernsehserie „The New Avengers“ kreierte. Die markante Kurzhaarfrisur entwickelte sich zu einem regelrechten Modetrend.

Der 1951 in England geborene Frieda stammte aus einer Friseurfamilie. Bereits sein Vater und sein Großvater arbeiteten in dem Beruf. Nach ersten Erfahrungen im Salon seines Vaters machte er sich 1976 mit einem eigenen Salon selbstständig. Später baute er ein internationales Friseur- und Kosmetikimperium auf.

Auch als Unternehmer feierte Frieda große Erfolge. Gemeinsam mit der US-Amerikanerin Gail Federici gründete er 1988 seine gleichnamige Haarpflegemarke. Vor allem die Anti-Frizz-Produktlinie „Frizz-Ease“ und die später eingeführte Serie „Sheer Blonde“ machten den Namen John Frieda weltweit bekannt. 2002 verkaufte er sein Unternehmen für rund 450 Millionen US-Dollar an den japanischen Konzern Kao. Seine exklusiven Friseursalons in London, New York und Los Angeles behielt er.

Auch privat sorgte Frieda für Schlagzeilen. 1976 heiratete er die schottische Sängerin Lulu, mit der er einen Sohn bekam. Die Ehe wurde später geschieden. 2019 heiratete er Frances Avery Agnelli, mit der er zwei weitere Kinder hatte.

Frieda hinterlässt seine Ehefrau, vier Kinder, darunter seine Stieftochter, sowie zwei Enkelkinder. Seine Stieftochter Asia Agnelli Lagrange verabschiedete sich auf Instagram mit bewegenden Worten von ihm: „Heute haben wir den besten Mann verloren, den es je gab.“