Klinikgeschäftsführer André Mertel (von links), Ministerialdirektorin Leonie Dirks, Landrat Richard Sigel, der Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und Pflegedirektor Giancarlo Cannavò greifen beim Baustart zu den Spaten. Foto: RMK/Fuchs
Winnenden. Schulter an Schulter mit Ministerialdirektorin Leonie Dirks haben Landrat Richard Sigel, der Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken André Mertel und Pflegedirektor Giancarlo Cannavò mit Mitgliedern des Aufsichtsrats am Rems-Murr-Klinikum Winnenden am heutigen Tag, 16. Juni, zu den Spaten gegriffen. Damit gaben sie symbolisch den Baustart frei für den nächsten Meilenstein der Medizinkonzeption – den Pflegecampus mit dem Neubau des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe (BZG) direkt neben dem Krankenhaus. Wie es in der Pressemitteilung der Rems-Murr-Kliniken heißt, feierten beim Spatenstich für „Haus D“, das auf dem letzten noch freien Baufeld zwischen Verwaltungsgebäude und Kinderklinik bis voraussichtlich 2028 Form und Funktion annehmen wird, auch Klinikpflegekräfte mit.
Die Pflegeausbildung soll mit dem Neubau noch attraktiver werden
„Der Pflegecampus ist eine Investition in die zukunftsfähige, spitzenmäßige Gesundheitsversorgung in unserem Landkreis. Denn diese ist ohne gut ausgebildete Pflegekräfte nicht denkbar. Mit dem Neubau der Pflegeschule machen wir die Ausbildung und damit auch die Pflege im Landkreis insgesamt noch attraktiver“, sagt Landrat Richard Sigel. Für Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth erfüllt der Neubau ebenfalls eine Schlüsselfunktion: „Mit dem Pflegecampus investieren wir nicht nur in ein neues Gebäude, sondern vor allem in die Menschen, die unsere Gesundheitsversorgung von morgen tragen werden.“ Die enge Verbindung von Ausbildung, Praxis und moderner Infrastruktur stärke den Gesundheitsstandort Winnenden nachhaltig und mache den Klinikcampus noch attraktiver: „Mit dem heutigen Spatenstich wird sichtbar: Aus guten Plänen wird nun konkrete Wirklichkeit.“
Im Oktober 2024 hatten die Kliniken den Förderantrag beim Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg eingereicht. Im Mai 2025 nahm der Ministerrat des Landes den geplanten Neubau des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe Rems-Murr in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2025 auf. Im April 2026 sagte das Land seine Förderung mit mehr als 21 Millionen Euro zu. Insgesamt investieren Land, Kreis und Kliniken rund 35 Millionen Euro in ein Gebäude mit drei Ebenen, das außer der Pflegeschule auch Büroräume für die Pflege und für die Ärzteschaft nach modernsten Konzepten für effizientes, platzsparendes Arbeiten enthält. Im Erdgeschoss richten die Rems-Murr-Kliniken eine Portalklinik als Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Versorgung ein.
Der Campus gilt als echter Quantensprung in der Ausbildung
„Dass unsere Pläne nun als Pflegeschule mit Portalklinik in Beton gegossen und voraussichtlich schon in zwei Jahren mit Lehrinhalten und Leben gefüllt werden können, macht mich sehr glücklich“, sagt André Mertel. Pflegedirektor Giancarlo Cannavò freut sich auf eine neue Dimension der Pflegeausbildung: „Damit die Vielfalt, die den Pflegeberuf so attraktiv und einzigartig macht, auch zukünftig gesichert ist, machen wir mit dem Neubau zum modernen Pflegecampus einen echten Quantensprung in der Ausbildung. Unter anderem werden wir im Neubau digitale Lernlabore einrichten, in denen wir unseren Nachwuchs fit für die steigenden Anforderungen der modernen Pflege machen.“ pm