Reiseverkehr zu Ostern

Streik auf Mallorca: Diese Probleme drohen am Flughafen

Ausgerechnet zur Osterzeit drohen am Flughafen Palma de Mallorca erhebliche Einschränkungen. Grund sind Streiks beim Bodenpersonal.

Streik auf Mallorca: Diese Probleme drohen am Flughafen

Ein Flugzeug der AirEuropa überfliegt den Strand Es Carnatge kurz vor der Landung auf dem Flughafen Palma de Mallorca.

Von Katrin Jokic

Zwischen 27. März und mindestens 6. April wollen Beschäftigte der Abfertigungsfirmen Groundforce und Menzies die Arbeit niederlegen. Beide Unternehmen sind auch am Flughafen Palma de Mallorca aktiv – einem der wichtigsten Ziele für Urlauber aus Deutschland.

Gerade in den Osterferien ist das Verkehrsaufkommen besonders hoch. Entsprechend sensibel reagiert der Flugverkehr auf Störungen.

Warum gestreikt wird

Die Mitarbeitenden fordern vor allem höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und klare tarifliche Regelungen für die Branche. Da Verhandlungen zuletzt ohne Ergebnis geblieben sind, haben mehrere Gewerkschaften zu den Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Mallorca im Fokus: Diese Probleme drohen

Am Flughafen Palma de Mallorca (PMI) könnte sich der Streik besonders deutlich bemerkbar machen. Das Bodenpersonal übernimmt zentrale Abläufe wie Check-in und Boarding, Gepäckabfertigung sowie die Reinigung und Vorbereitung der Flugzeuge.

Fällt Personal aus, hat das direkte Folgen für den gesamten Ablauf. Reisende müssen sich auf lange Warteschlangen beim Check-in, Verzögerungen bei der Gepäckabgabe, verspätete Starts und Landungen sowie mögliche Flugausfälle einstellen.

Da Mallorca stark vom Flugverkehr abhängt, wirken sich selbst kleinere Störungen schnell auf viele Verbindungen aus.

Streikzeiten im Überblick

Die Arbeitskämpfe sind gestaffelt organisiert:

Groundforce (auch auf Mallorca aktiv)

Menzies

Sollte es keine Einigung geben, könnten sich die Streiks sogar verlängern.

Flüge finden statt – aber mit Einschränkungen

Ein kompletter Stillstand ist eher nicht zu erwarten. Das spanische Verkehrsministerium schreibt Mindestdienste vor, sodass ein Teil des Betriebs aufrechterhalten wird.

Trotzdem gilt: Flüge können sich verschieben oder kurzfristig geändert werden. Gerade auf stark frequentierten Strecken nach Mallorca kann es zu Kettenreaktionen im Flugplan kommen.

Was Mallorca-Urlauber jetzt tun sollten

Wer in den kommenden Tagen nach Mallorca fliegt, sollte sich realistisch vorbereiten:

Gerade bei Transfers vom Flughafen zum Hotel kann es ebenfalls zu Verzögerungen kommen.

Rechte bei Problemen mit dem Flug

Fällt ein Flug aus oder erreicht das Ziel mit erheblicher Verspätung, haben Passagiere bestimmte Rechte. Dazu gehört zunächst die sogenannte Betreuungsleistung: Die Airline muss für Verpflegung sorgen und – falls nötig – auch eine Unterkunft organisieren. Gleichzeitig besteht ein Anspruch darauf, entweder auf einen anderen Flug umgebucht zu werden oder sich den Ticketpreis erstatten zu lassen.

Ob zusätzlich eine finanzielle Entschädigung gezahlt wird, hängt vom Einzelfall ab. Entscheidend ist, ob die Ursache der Störung im Einflussbereich der Airline liegt. Streiks von Flughafenpersonal werden häufig als sogenannte außergewöhnliche Umstände gewertet. In solchen Fällen entfällt in der Regel der Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Die Pflicht zur Betreuung und zur Organisation einer Ersatzbeförderung bleibt jedoch bestehen.

Pauschalreisende sollten sich zusätzlich an ihren Reiseveranstalter wenden.

Fazit

Mallorca ist von den Streiks besonders betroffen, weil der Flughafen eine zentrale Rolle im Reiseverkehr spielt. Komplettausfälle sind zwar unwahrscheinlich – Verzögerungen dagegen sehr wahrscheinlich. Wer flexibel bleibt und sich gut vorbereitet, kommt trotzdem ans Ziel, muss aber mit mehr Aufwand rechnen als üblich.