Bierabsatz rückläufig

Südwest-Brauereien exportieren deutlich weniger Bier – vor allem in ein Land

Mehr als ein Viertel weniger Bier haben die Brauereien im Südwesten 2025 exportiert. Besonders ein Land verzeichnet einen herben Rückgang. Wohin geht das Bier stattdessen?

Südwest-Brauereien exportieren deutlich weniger Bier – vor allem in ein Land

Die Nachfrage nach BaWü-Bier geht im Ausland zurück (Symbolbild).

Von red/dpa/lsw

Die Brauereien in Baden-Württemberg haben 2025 deutlich weniger Bier ins Ausland exportiert als im Vorjahr. Vergangenes Jahr exportierten sie etwas über eine Million Hektoliter, was einem Rückgang von 26,6 Prozent entspricht, wie das Statistische Landesamt in Fellbach bei Stuttgart anhand vorläufiger Ergebnisse der Außenhandelsstatistik mitteilte. 

„Ausschlaggebend für diese Entwicklung war insbesondere der starke Einbruch der Ausfuhren in die Russische Föderation“, teilte das Statistische Landesamt mit. Lieferungen nach Russland machten demnach 2025 nur noch 1,2 Prozent aller Ausfuhren aus. 2024 sei noch mehr als ein Viertel des gesamten Bierexports auf Russland entfallen. 

Italien größter Abnehmer von Südwest-Bier

Wichtigstes Zielland war der Mitteilung zufolge im vergangenen Jahr Italien, wohin knapp ein Fünftel der gesamten Ausfuhrmenge ging. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Frankreich (16,9 Prozent) und China (14,3 Prozent).

Generell ist der Bierabsatz in Deutschland seit Jahren rückläufig. Gründe sind ein gesünderer Lebensstil ohne Alkohol, geänderte Trinkgewohnheiten und die Alterung der Gesellschaft. 2025 ging die Menge um den Rekordwert von 6,0 Prozent zurück.