Das 17 Jahre alte Männchen konnte trotz Behandlung nicht gerettet werden. Jae Jae hinterlässt elf Nachkommen und sichert den Fortbestand seiner bedrohten Art.
Der Tiger war 2022 aus einem französischen Zoo in den Tierpark Berlin gekommen.
Von red/AFP
Im Tierpark Berlin ist ein Sumatra-Tiger eingeschläfert worden. Das 17 Jahre alte Männchen Jae Jae habe unter Nierenversagen gelitten, das trotz medikamentöser Therapie nicht habe aufgehalten werden können, teilte der Tierpark am Mittwoch in der Bundeshauptstadt mit. „Schließlich musste das Team die schwere Entscheidung treffen, ihn zu erlösen, um Jae Jae weiteres Leiden zu ersparen.“
Der Tiger war 2022 aus einem französischen Zoo in den Tierpark Berlin gekommen. Gemeinsam mit dem 15-jährigen Weibchen Mayang bekam er dort fünf Junge - zuletzt kam am 2. Januar 2026 ein weibliches Jungtier zur Welt. Insgesamt zeugte Jae Jae elf Nachkommen - und trug dadurch laut Tierpark maßgeblich zum Fortbestand seiner Art bei. „In seinen Nachkommen lebt ein Teil von ihm weiter“, erklärte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. „Sein Erbe für die Sumatra-Tiger bleibt unvergessen.“
Die Tigerart kommt nur auf der indonesischen Insel Sumatra vor. In den vergangenen Jahrzehnten ging der Bestand der Sumatra-Tiger laut Tierpark durch Wilderei – unter anderem für den illegalen Handel mit Körperteilen zu angeblich medizinischen Zwecken – auf 400 bis 600 Individuen zurück. Hinzu kommt die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung und die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen, insbesondere für Palmölplantagen.