„Cold Case“ in Frankfurt

Tote aus Main nach 25 Jahren identifiziert - Vater in U-Haft

Eine Leiche im Frankfurter Main stellt Ermittler für fast 25 Jahre vor Rätsel. Nun führten neue Hinweise zu einer Festnahme: Der eigene Vater soll die Jugendliche getötet haben.

Tote aus Main nach 25 Jahren identifiziert - Vater in U-Haft

Der Eingang zum Sitz der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main (Symbolbild).

Von red/dpa

Rund 25 Jahre, nachdem eine Frauenleiche in Frankfurt im Main entdeckt wurde, ist die Identität der Toten geklärt und ihr Vater festgenommen worden. Der 67-Jährige werde dringend verdächtigt, vor fast 25 Jahren seine damals 16-jährige Tochter getötet und deren Leichnam in den Main geworfen zu haben, teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamt gemeinsam mit. 

Der deutsche Staatsangehörige, der in Pakistan geboren wurde, war nach der Festnahme in der vergangenen Woche direkt einem Haftrichter vorgeführt worden und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Fahndungskampagne führte zum Ermittlungserfolg

Die Leiche der 16-Jährigen war am Nachmittag des 31. Juli 2001 im Fluss treibend von Passanten entdeckt worden. Ihre Identität war jahrzehntelang unbekannt geblieben – bis jetzt. „Die entscheidenden Hinweise ergaben sich durch die internationale Kampagne „Identify Me“, im Rahmen derer im Oktober 2024 dazu aufgerufen wurde, Hinweise auf die Identität des „Mädchens aus dem Main“ und zur Ermittlung des Täters zu geben“, hieß es.

Den Ermittlungen zufolge soll der 67-Jährige seine Tochter zwischen dem 28. und 31. Juli 2001 in der damaligen Familienwohnung in Offenbach durch eine Vielzahl brutaler Schläge getötet haben. Danach soll er den Leichnam der 16-Jährigen in ein Bettlaken eingewickelt, verschnürt und an einem Sonnenschirmständer befestigt haben – und diesen dann in Frankfurt in den Main geworfen haben.