Im Iran herrscht Sorge vor einem Krieg mit den USA. Washington hat eine Flotte in die Region geschickt. Jetzt redet Präsident Trump erneut von einer „Armada“. Aber was meint er damit?
US-Präsident Donald Trump an Bord der Air Force One
Von red/dpa
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ist eine weitere US-Kriegsflotte Richtung Iran unterwegs. „Und übrigens, da ist noch eine andere schöne Armada, die gerade schön in Richtung Iran segelt“, sagte der Republikaner in einer Rede im US-Bundesstaat Iowa.
Es war nicht sofort klar, ob Trump sich dabei auf den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und die ihn begleitenden Kriegsschiffe bezog, die am Montag bereits im Nahen Osten eingetroffen waren, oder auf andere Kräfte des US-Militärs.
Der Iran sei an einer diplomatischen Lösung mit den USA interessiert
Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) kündigte unterdessen eine mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten an.
Trump hat ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran wegen der Tötung Tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen.
Mit Blick auf die Führung der Islamischen Republik sagte Trump in Iowa: „Ich hoffe, dass sie ein Abkommen abschließen.“ Er hatte zuvor dem US-Nachrichtenportal „Axios“ gesagt, der Iran sei an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert. Die Lage sei „im Fluss“, weil die US-Regierung eine große Kriegsflotte in die Region entsandt habe.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi wies Trumps Äußerungen zurück: „Diplomatie und gleichzeitig militärische Drohungen sind weder effektiv noch nützlich (…) Wenn die USA Verhandlungen führen wollen, müssen sie Drohungen und unlogische Forderungen beiseitelegen.“ Der iranische Spitzendiplomat sagte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna weiter: „Es ist inakzeptabel und kann auch nicht als Diplomatie bezeichnet werden, wenn eine Seite ihre Ziele mit Gewalt erreichen will.“