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Tüv: Zahlreiche Aufzüge nicht gegen Cyberangriffe geschützt

Die Zahl der vom Tüv festgestellten Mängel an Aufzügen ist 2025 deutlich gestiegen. Wesentlicher Grund dafür sind Defizite beim Thema Cybersicherheit.

Tüv: Zahlreiche Aufzüge nicht gegen Cyberangriffe geschützt

Die Zahl der vom Tüv festgestellten Mängel an Aufzügen ist im vergangenen Jahr gestiegen. (Archivbild)

Von dpa

Berlin - Aufzüge in Wohn- und Geschäftsgebäuden werden zunehmend digital gesteuert – und sind damit potenzielle Angriffsziele für Cyberkriminelle. Doch zu wenige Anlagen sind ausreichend dagegen geschützt, wie der Tüv-Verband in seinem aktuellen Anlagensicherheitsreport mitteilt. Demnach wiesen knapp zwei Drittel der untersuchten Aufzüge im vergangenen Jahr geringfügige Mängel auf. Das waren mehr als 4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und sogar fast 22 Prozentpunkte mehr als 2023. 

Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg seien Defizite bei der Cybersicherheit, betont der Tüv. "Die Betreiber sind seit mehreren Jahren dazu verpflichtet, entsprechende Schutzmaßnahmen umzusetzen und diese zu dokumentieren", hieß es. Fehle der Nachweis, führe das zu einem geringfügigen Mangel. "Hersteller und vor allem Betreiber sollten die Cybersicherheit ernst nehmen und ihren Pflichten nachkommen." 

"Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen"

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 723.300 Aufzugsanlagen überprüft. Mehr als jeder zehnte Aufzug wies dabei sogenannte erhebliche Mängel auf. Bei 0,8 Prozent beziehungsweise 5.800 Anlagen wies der Tüv gar gefährliche Mängel auf. 3.000 dieser Aufzüge wurden unverzüglich stillgelegt, weil sie eine Gefahr für Leib und Leben darstellten. 

Grund dafür waren unter anderem verschlissene Tragseile. "Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen", teilte der Tüv weiter mit. "Deren Zahl kann mit dem bewährten Zusammenspiel von regelmäßiger Wartung durch den Betreiber, unabhängiger Prüfung und behördlicher Überwachung auf einem Minimum gehalten werden."