Turbulentes Ende für Africa-Cup

Von sid/red

Rabat - Drama, Chaos und unwürdige Szenen: Der Triumph des Senegal beim Afrika-Cup ist von wütenden Protesten und Ausschreitungen überschattet worden. Beim 1:0 (0:0) nach Verlängerung riss das Team Topstar Sadio Mané die untröstlichen Gastgeber Marokko aus allen Träumen, nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit schien sogar ein Abbruch des Finales möglich.

Senegals Trainer Pape Thiaw hatte seine Spieler nach der strittigen Entscheidung vom Feld beordert, auf den Tribünen in Rabat brach Chaos aus. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies. Mané sorgte dafür, dass noch Vernunft einkehrte und Senegals Spieler das Finale fortsetzten. Erst 20 Minuten nach dem Elfmeterpfiff durfte Marokkos Brahim Díaz antreten – und er chippte den Elfmeter halbhoch in die Arme von Edouard Mendy, der sein Team in die Verlängerung rettete. Dort schoss Pape Gueye (94.) den Senegal mit einem Traumtor zum zweiten Afrika-Cup-Triumph nach 2022. Die Marokkaner müssen weiter warten, vor 50 Jahren holten sie ihren einzigen Titel.

Der VfB-Mittelfeldspieler Bilal El Khannouss stand in der Startelf der marokkanischen Nationalmannschaft, wurde jedoch in der 80. Minute ausgewechselt.