Nach Vorfall bei britischer Militärbasis

US-Militär holt Bomber zurück

Das US-Militär hatte einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt. Nun wurden diese nach einem Vorfall am Stützpunkt wieder in die USA zurückbeordert. Die Frage ist: Warum?

US-Militär holt Bomber zurück

B1-Bomber auf dem Luftwaffenstützpunkt: Die USA haben sämtliche Langstreckenbomber aus Fairford in Großbritannien zurückbeordert (Archivbild).

Eine Woche nach einem verdächtigen Vorfall an einem britischen Militärstützpunkt hat Washington seine dort befindlichen Kampfjets abgezogen. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte am Sonntag entsprechende Medienberichte. Demnach sind alle US-Bomber vom Typ B-1, die auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford stationiert waren und bei Angriffen auf den Iran zum Einsatz kamen, auf US-Stützpunkte zurückgekehrt.

Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ressort zuvor „Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit“ teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums auf Anfrage mit.

Neue Bedrohungslage laut „New York Times“

Nach Informationen der „New York Times“ waren neue Drohungen gegen den Militärstützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug der US-Bomber. So gebe es Informationen über einen vom Iran unterstützten Anschlag auf den Stützpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei US-Beamte. Darauf angesprochen, wollte sich das Pentagon nicht weiter äußern. Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können.

Laut „New York Times“ wurde die Notwendigkeit der Verlegung der Bomber weg von RAF Fairford als so dringlich eingestuft, dass einige Maschinen samt Besatzungen bereits starteten, während die benötigten Tankflugzeuge erst noch für die Unterstützung über dem Atlantik vorbereitet werden mussten.

Demnach sagte ein US-Beamter, dass die Informationen zwar Teil jener Warnungen von vor drei Wochen seien. Die Lage habe sich in den vergangenen 24 Stunden allerdings aufgrund konkreter Details zugespitzt.

Fünf Männer sollen Terroranschlag vorbereitet haben

Ende September waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt. Gegen sie wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden. 

Großbritanniens Premierminister Andy Burnham bestätigte Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran. US-Außenminister Marco Rubio hatte von einer Beteiligung eines „ausländischen Akteurs“ gesprochen. Dem „Wall Street Journal“ und der „New York Times“ zufolge war zuletzt ein Dutzend B-1-Bomber noch vor Ort stationiert.

Das Pentagon betonte in seiner jetzigen Mitteilung: „Die Piloten der amerikanischen Bomberflotte, darunter B-1, B-2 und B-52, sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen.“