Nach US-Militäreinsatz

Venezuela arbeitet an Identifizierung der Todesopfer

Zehn Tage nach US-Luftangriffen in Caracas sind viele Opfer noch nicht identifiziert. Innenminister Cabello spricht von schweren Angriffen, zudem gelten weiter Menschen als vermisst.

Venezuela arbeitet an Identifizierung der Todesopfer

Zehn Tage nach dem US-Militäreinsatz in Caracas arbeiten die venezolanischen Behörden weiterhin an der Identifizierung der dabei getöteten Menschen (Archivfoto).

Von red/AFP

Zehn Tage nach dem US-Militäreinsatz in Caracas arbeiten die venezolanischen Behörden eigenen Angaben zufolge weiterhin an der Identifizierung der dabei getöteten Menschen. Die Luftangriffe hätten einige der Leichen in "kleine Stücke" zerteilt, was die Identifizierung erschwere, erklärte Innenminister Diosdado Cabello am Dienstag. Forensiker machten DNA-Tests, um die Identität der Opfer festzustellen, ergänzte er. Zudem würden immer noch Menschen vermisst.

Die USA hätten "Venezuela einen schweren Schlag versetzt, während die Menschen schliefen", betonte Cabello. Der Minister gehört der Regierung des bei dem Einsatz in die USA entführten linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro an.  

Präsident Maduro in New York inhaftiert

Das US-Militär hatte Venezuela in der Nacht zum 3. Januar angegriffen und den  Präsidenten sowie seine Ehefrau gefangen genommen. Maduro wurde in New York inhaftiert, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Nach der Gefangennahme Maduros wurde seine ehemalige Stellvertreterin Delcy Rodríguez zur Übergangspräsidentin ernannt. 

Bei dem Einsatz waren venezolanischen Angaben zufolge mindestens 100 Menschen getötet worden. Etwa die Hälfte waren Angehörige von Sicherheitskräften aus Venezuela oder dem engen Verbündeten Kuba, die für Maduros Sicherheit zuständig waren. Bisher bestätigten die Behörden den Tod von 23 Venezolanern.