Ein Hubschrauber vom Typ H145-M fliegt bei Airbus Helicopters während der Übergabe des ersten Hubschrauber vom Typ H145-M an die Bundeswehr. Vor einem Jahr hat die Bundeswehr bei Airbus 62 Hubschrauber für 2,5 Milliarden Euro bestellt. Bis 2028 soll das Unternehmen den Heeresfliegern und der Luftwaffe die restlichen Maschinen vom Typ H145-M ausliefern und die Piloten schulen. Das Verteidigungsministerium bestätigte nun Verzögerungen bei der Einsatzbereitschaft der neuen Kampfhubschrauber vom Typ Airbus H145. (zu dpa: «Verteidigungsministerium bestätigt Probleme mit Hubschrauber»)
Das Verteidigungsministerium bestätigt Verzögerungen bei der Einsatzbereitschaft neuer Kampfhubschrauber vom Typ Airbus H145. Grund dafür seien Probleme mit der für den Hubschrauber vorgesehenen Munition der Bordkanone, hatte der „Spiegel“ zuvor berichtet.
Der Helikopter könne deswegen „zwar fliegen, aber auf absehbare Zeit noch nicht kämpfen“, zitierte das Magazin aus einem Bericht des Bundesrechnungshofes für den Bundestag. Der Rechnungshof beklagt demnach auch Mängel bei der Planung.
Helikopter auch bei Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz
Probleme und Verzögerungen seien bekannt, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. „Wir sind mit dem Bundesrechnungshof auch in einem engen Austausch“, sagte er. Es gebe einen Zeitplan, aber entscheidend sei letztlich, „dass wir einen signifikanten Fortschritt bei der Bereitstellung der Fähigkeiten sehen müssen“. Es sei ganz klar die Industrie in der „Bringschuld“.
Der H145 wird in Deutschland und anderen Ländern vor allem als Rettungs- und Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Bundeswehr hat die Maschinen schon als Transporthubschrauber für Soldaten der Spezialkräfte und als Rettungsflieger im Einsatz. Für rund 2,5 Milliarden Euro soll Airbus Versionen des Helikopters als sogenannter Leichter Kampfhubschrauber (LKH) liefern. Vorgesehen ist auch, das System dann mit israelischen Panzerabwehrraketen zu versehen.