Ende der Eisheiligen 2026

Wann ist die kalte Sophie?

Das Ende der Eisheiligen markiert die kalte Sophie. Erfahren Sie, auf welchen Tag sie 2026 fällt und wie die Wetterprognose aussieht.

Wann ist die kalte Sophie?

Erfahren Sie, wann die kalte Sophie das Ende der Eisheiligen einläutet. Die aktuellen Prognosen.

Von Matthias Kemter

Die kalte Sophie ist der letzte Tag der sogenannten Eisheiligen, einer alten Bauernregel, die sich aus jahrhundertelangen Wetterbeobachtungen ableitet. Jedes Jahr fällt die kalte Sophie auf den 15. Mai (dieses Jahr ein Freitag) und markiert traditionell das Ende der Frostgefahr in Deutschland. Damit gelten die Eisheiligen als traditioneller Orientierungspunkt für Gärtner, die sich vor späten Kälteeinbrüchen schützen möchten. Denn auch wenn der Frühling längst begonnen hat, ist das Frost-Risiko noch lange nicht vorbei.

Was sind die Eisheiligen? - Frostorientierung für Gärtner

Traditionell umfassen die Eisheiligen den Zeitraum vom 11. bis 15. Mai und bestehen aus 5 Gedenktagen für Heilige. In diesem Jahr fallen die Tage auf die nächste Woche (KW 20) von Montag, dem 11.05. bis Freitag, dem 15.05.2026. Die Tage sind nach den Namen der Heiligen benannt:

In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz beginnt die Zeit der Eisheiligen erst am 12. Mai. Der Grund für den Unterschied zum Norden liegt darin, dass die aus dem Norden Mitteleuropas kommende Kaltluft etwas Zeit benötigt, um auch die südlichen Regionen zu erreichen. Erst nach dem 15. Mai, also nach der kalten Sophie, empfehlen erfahrene Gärtner, frostempfindliche Pflanzen dauerhaft ins Freie zu setzen.

Klimatologischer Hintergrund

Die Eisheiligen gelten als meteorologische Singularität - einem Witterungsregelfall. Anfang Mai kann kalte Polarluft nach Mitteleuropa strömen und bei klarem Himmel Bodenfrost verursachen. Langfristige Klimadaten zeigen jedoch, dass Fröste im Mai seltener geworden sind. Betrachtet man allerdings die spätesten Frost-Termine der letzten 30 Jahre, fällt auf, dass die Eisheiligen immer noch eine gute Orientierungshilfe für den letzten Frost bleiben. Denn mit dem Maibeginn wird vor allem starker Bodenfrost (unter -2 Grad) deutlich unwahrscheinlicher. Bodentemperaturen um die 0 Grad fanden zwischen 1990 und 2020 hingegen auch noch vereinzelt in der zweiten Maihälfte statt.

Wetterprognosen deuten letzten Frost an

Der Deutsche Wetterdienst erwartet für die kommenden Tage wechselhaftes Wetter mit vielen Wolken, gebietsweisem Regen sowie Schauern und teils kräftigen Gewittern. In den Nächten zum Donnerstag und Freitag ist vor allem im Norden und örtlich im Osten noch Frost in Bodennähe möglich. Zum Beginn der Eisheiligen in der nächsten Woche am Montag, dem 11. Mai soll der Regen nach Süden abziehen. Anschließend bleibt es häufig trocken, mäßig warm und in den Nächten frostfrei.

Fazit

Die kalte Sophie bleibt trotz Klimawandel ein sinnvoller Orientierungspunkt für Hobbygärtner. Zwar ist Frost im Mai seltener geworden, ganz ausgeschlossen ist er aber weiterhin nicht, besonders in ungünstigen Lagen oder bei klaren Nächten. Wer frostempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini oder Sommerblumen ins Freie setzen möchte, sollte deshalb weiterhin die Wetterprognose im Blick behalten. Nach aktuellem Stand dürfte die Frostgefahr zu den Eisheiligen 2026 vielerorts gering sein. Sicher ist aber: Erst nach der kalten Sophie sinkt das Risiko für späte Kälteeinbrüche traditionell deutlich.