SpaceX-IPO

Wann kommt SpaceX an die Börse? - Termin & Uhrzeit im Überblick

Der geplante SpaceX-Börsengang rückt näher und auch in Deutschland schauen Anleger auf den Startschuss. Interessant ist dabei nicht nur das Datum, sondern auch, wann der erste Kurs tatsächlich festgestellt wird.

Wann kommt SpaceX an die Börse? - Termin & Uhrzeit im Überblick

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Von Matthias Kemter

Nach bisherigem Plan soll der Emissionspreis am heutigen Donnerstag im Laufe des Tages festgelegt werden. Der Börsenstart an der Nasdaq ist für Freitag, den 12. Juni 2026, ab 9.30 Uhr Ortszeit in New York vorgesehen, das entspricht 15.30 Uhr deutscher Zeit. Allerdings bedeutet dieser Zeitpunkt noch nicht automatisch, dass die Aktie genau dann schon zum ersten Kurs gehandelt wird.

Der Termin für den Börsengang

Mit dem geplanten IPO steht SpaceX vor einem der größten Börsengänge der Geschichte. Für den Ablauf ist zunächst der Donnerstag wichtig. Dann soll der Emissionspreis festgesetzt werden. SpaceX strebt beim Börsengang einen Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie an. Im europäischen Prospekt steht ein Maximalpreis von 162 Dollar je Aktie. Am Freitag soll die Aktie dann unter dem Kürzel SPCX an der US-Technologiebörse Nasdaq in den Handel starten.

Warum 15.30 Uhr nicht zwingend der erste Kurs ist

Für Anleger in Deutschland ist am Freitag 15.30 Uhr die entscheidende Uhrzeit, weil dann in New York regulär der Handel beginnt. Bei einem IPO heißt das aber nur, dass ab diesem Zeitpunkt der Börsenstart vorgesehen ist. Vor dem ersten Kurs muss die Nasdaq die Aktien zulassen. Erst danach kann die erste Preisfeststellung erfolgen. Gerade bei großen und stark beachteten Börsengängen kann dieser Schritt Zeit kosten. Deshalb ist möglich, dass der erste offizielle Kurs erst deutlich nach 15.30 Uhr deutscher Zeit zustande kommt. Beim IPO von Alibaba dauerte es zum Beispiel mehr als zwei Stunden, bis der erste Preis gefunden war.

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Was deutsche Anleger davon haben

Für Anleger hierzulande ist der Börsengang auch deshalb besonders, weil die Aktie bei taggleicher Einbeziehung grundsätzlich parallel zum US-Start in Frankfurt und auf Xetra handelbar sein kann. Voraussetzung bleibt aber, dass in den USA tatsächlich schon ein erster Kurs festgestellt wurde. Wer nicht direkt im IPO zum Zug kommt, kann also unter Umständen kurz nach der Erstnotiz über den Sekundärmarkt kaufen oder verkaufen, sofern ausreichend Liquidität vorhanden ist.

Zeichnung und Handel sind nicht dasselbe

Der SpaceX-IPO wird auch für Privatanleger in Deutschland geöffnet. Genannt werden unter anderem Flatex, Trade Republic, Revolut, Deutsche Bank und ING als mögliche Zugänge zur Zeichnung. Bei Trade Republic lief die Zeichnungsfrist bis zum 10. Juni um 19 Uhr, bei Deutsche Bank und ING bis zum Abend des 11. Juni. Wichtig ist jedoch: Selbst wer Aktien zugeteilt bekommt, hat sie nicht zwingend sofort im Depot. Laut Prospekt könnte die Lieferung an die beteiligten Banken frühestens am 15. Juni erfolgen. Die Weiterleitung an europäische Privatanleger soll danach so bald wie möglich folgen.

Große Aufmerksamkeit, große Risiken

Die enorme Nachfrage macht den Börsengang für viele Anleger attraktiv, sie erhöht aber auch die Risiken. SpaceX gilt bereits als überzeichnet, also stärker nachgefragt als Aktien verfügbar sind. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Zeichnungsaufträge nur teilweise oder gar nicht bedient werden. Zugleich kann der erste Börsenkurs deutlich über dem Emissionspreis liegen. In den ersten Handelsstunden sind starke Schwankungen möglich. Mehrere Berichte verweisen außerdem darauf, dass der Kauf neuer US-Aktien für deutsche Anleger vor oder nach den regulären US-Handelszeiten mit höheren Spreads verbunden sein kann.

Fazit

Nach aktuellem Stand kommt SpaceX am Freitag, 12. Juni 2026, an die Nasdaq. Der geplante Startzeitpunkt ist 9.30 Uhr in New York, also 15.30 Uhr in Deutschland. Für Anleger ist aber entscheidend, dass der tatsächliche erste Kurs bei einem IPO dieser Größenordnung auch später festgestellt werden kann. Wer den Börsenstart verfolgen oder handeln will, sollte deshalb nicht nur auf das Datum, sondern auch auf die erste Preisfeststellung achten.