Die Lufthansa-Aktie ist am Montag um sieben Prozent gefallen. Die Eskalation im Nahen Osten und die steigenden Ölpreise belasten die Fluggesellschaft.
Die Lufthansa-Aktie fällt am Montag um sieben Prozent. Die Eskalation im Nahen Osten und steigende Kerosinkosten belasten die Fluggesellschaft.
Von Matthias Kemter
Die Aktie der Deutschen Lufthansa befindet sich im freien Fall. Nach einem Wochenschlusskurs von 9,088 Euro am Freitag sank der Kurs am Montagmorgen auf 8,52 Euro. Die militärische Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Unsicherheiten im Luftverkehr setzen die Airline unter Druck.
Auswirkungen der Nahost-Krise
Die jüngsten Angriffe der USA und Israels auf den Iran haben weitreichende Folgen für den Luftverkehr. Die Lufthansa hat zahlreiche Flüge in den Nahen Osten gestrichen, darunter Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut und Teheran. Auch Lufträume in der Region werden vorerst gemieden. Diese Maßnahmen beeinträchtigen den Betrieb erheblich und führen zu Umsatzeinbußen.
Steigende Kerosinkosten
Ein weiterer belastender Faktor sind die stark gestiegenen Ölpreise. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent stieg zuletzt auf über 80 US-Dollar. Für Fluggesellschaften wie die Lufthansa bedeutet dies deutlich höhere Kerosinkosten, die die ohnehin angespannte Profitabilität weiter belasten.
Unsicherheit bei Anlegern
Auch aus charttechnischer Sicht zeigt die Lufthansa-Aktie Schwächen. Der Kurs hat wichtige Unterstützungsmarken wie die 50-Tage-Linie unterschritten. Analysten sehen bei einem weiteren Kursrutsch die nächste Unterstützung bei etwa 8,19 Euro. Sollte diese Marke fallen, drohen weitere Verluste. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, steigenden Betriebskosten und operativen Einschränkungen sorgt für eine negative Anlegerstimmung. Analysten wie Harry Gowers von JPMorgan erwarten, dass die Unsicherheiten kurzfristig anhalten und die Aktie weiter unter Druck bleibt.