Börse

Warum fallen die Aktien heute? - Die Gründe im Überblick

Die Börsen starten heute mit einem leichten Minus in die Woche. Doch was steckt dahinter?

Warum fallen die Aktien heute? - Die Gründe im Überblick

Erfahren Sie, warum die Aktienmärkte heute unter Druck stehen. Das Wichtigste zum Wochenstart im Überblick.

Von Matthias Kemter

Die Aktienmärkte starten heute mit Verlusten. Auch der Dax rutscht unter die 25.000-Punkte-Marke. Die einzigen Gewinner sind wieder einmal die Rüstungstitel.Mehrere geopolitische und wirtschaftliche Faktoren belasten die Märkte und sorgen für Unsicherheit.

1. Neue Zolldrohungen der USA

US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle gegen Europa und das Vereinigte Königreich angekündigt. Diese sollen ab dem 1. Februar 2026 in Kraft treten und könnten bis Juni auf 25 % steigen. Die Zölle werden mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet, insbesondere im Zusammenhang mit dem Grönland-Streit. Die EU bereitet sich derweil auf mögliche Gegenmaßnahmen vor, während die USA weiterhin auf Konfrontation setzen. Diese Spannungen drücken auf die Märkte und verstärken die Risikoaversion.

2. Schwache Vorgaben aus Asien

Die asiatischen Märkte zeigen ein gemischtes Bild. Während der Shanghai Composite leicht zulegen konnte, verzeichneten der Nikkei 225 und der Hang Seng deutliche Verluste. Schwache Konjunkturdaten aus Japan und China verstärken die Unsicherheit. Besonders die schwachen Maschinenaufträge in Japan und das verlangsamte Wirtschaftswachstum in China belasten die Stimmung.

3. Rückgang der Ölpreise

Die Ölpreise sind weiter gefallen, was auf eine schwächere globale Nachfrage hindeutet. Der WTI-Preis sank auf 59,06 USD, während Brent bei 63,79 USD notierte. Dies könnte ein Signal für eine Abkühlung der Weltwirtschaft sein.

4. Überraschendes Importverbot von NVIDIAs H200-Chips

Laut einem Bericht der Financial Times, der sich auf informierte Kreise stützt, haben Zollbeamte in Shenzhen die Einfuhr von H200-Chips gestoppt. Noch im vergangenen Monat hatte US-Präsident Donald Trump grünes Licht für den Export lediglich älterer Chip-Generationen signalisiert. Hintergrund ist der politische Machtkampf um die Vorherrschaft im Bereich Künstliche Intelligenz. Während chinesische Tech-Konzerne die leistungsstarken NVIDIA-Chips bevorzugen, setzt die Regierung in Peking verstärkt auf den Einsatz heimischer Halbleiter, um die nationale Unabhängigkeit zu stärken. Die Befürchtugn ist nun, dass ein nachhaltiger Importstopp die KI-Rally ausbremsen könnte.