Smog & Feinstaub in Westdeutschland

Warum ist die Luftqualität heute so schlecht?

Die Luftqualität ist heute vor allem in Westdeutschland überwiegend schlecht. Aber woran liegt das?

Warum ist die Luftqualität heute so schlecht?

In vielen Städten wird die Luftqualität heute als „schlecht“ eingestuft. Warum das so ist und welche Schadstoffe gerade auffallen, lesen Sie hier.

Von Matthias Kemter

In Westdeutschland ist die Luftqualität heute vielerorts in den frühen Morgenstunden schlecht. Vor allem im Ruhrgebiet zeigen die Messwerte hohe Konzentrationen von Feinstaub sowie Stickstoffdioxid. Doch warum ist die Luft heute so belastet?

Wetterlage verstärkt die Schadstoffbelastung

Ein Hauptgrund für die schlechte Luftqualität ist die aktuelle Wetterlage. Eine Inversionswetterlage sorgt dafür, dass sich Schadstoffe in den unteren Luftschichten ansammeln. Dabei kehrt sich die normale Temperaturverteilung in der Atmosphäre um. Statt dass die Luft mit zunehmender Höhe kälter wird, liegt eine wärmere Luftschicht über einer kälteren. Auslöser dafür sind vor allem kalte Nächte und Windstille. Diese Schichtung wirkt dann wie ein Deckel, der verhindert, dass Abgase aus Verkehr, Industrie und Heizungen aufsteigen und sich verteilen können. Besonders in Ballungsräumen und Beckenlagen, wo ohnehin viele Emissionen entstehen, verschlechtert sich die Luftqualität spürbar.

Gesundheitliche Auswirkungen und Verhaltenstipps

Die schlechte Luftqualität stellt vor allem für empfindliche Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen ein Risiko dar. Kurzfristig können Reizungen der Atemwege, Kopfschmerzen und verstärkte Beschwerden bei bestehenden Erkrankungen auftreten. Das Umweltbundesamt empfiehlt, körperliche Aktivitäten im Freien zu reduzieren, insbesondere in stark belasteten Regionen.