Haustiere

Warum schlafen Katzen so viel?

Katzen verbringen oft mehr als die Hälfte ihres Lebens schlafend. Warum das völlig normal ist und wann Katzenhalter aufmerksam werden sollten.

Warum schlafen Katzen so viel?

Manche Katzen schlafen bis zu 20 Stunden pro Tag.

Von Katrin Jokic

Die Katze liegt auf dem Sofa. Eine Stunde später auf dem Kratzbaum. Danach auf der Fensterbank. Und dann wieder auf dem Bett. Wer mit einer Katze zusammenlebt, kennt das Bild: Gefühlt verbringen die Vierbeiner den Großteil ihres Tages schlafend.

Doch warum schlafen Katzen eigentlich so viel?

Katzen sind wahre Schlafprofis

Erwachsene Katzen schlafen durchschnittlich zwischen 12 und 16 Stunden pro Tag. Manche Tiere kommen sogar auf bis zu 20 Stunden. Damit gehören Katzen zu den größten Schlafmützen im Tierreich.

Der Grund dafür liegt in ihrer Natur. Katzen sind Raubtiere. Auch wenn Wohnungskatzen ihr Futter heute bequem aus dem Napf bekommen, haben sie viele Eigenschaften ihrer wilden Vorfahren behalten.

Jäger auf Sparflamme

Die Jagd kostet Energie. Wild lebende Katzen müssen sich anschleichen, beobachten, sprinten und Beute erlegen. Um diese kurzen, intensiven Belastungen auszugleichen, verbringen sie viel Zeit mit Ruhen und Schlafen.

Hauskatzen müssen zwar nicht mehr auf Mäusejagd gehen, ihr Körper funktioniert aber noch immer nach demselben Prinzip: Energie sparen, wenn gerade nichts zu tun ist.

Schlafen oder nur dösen?

Wer glaubt, die Katze schlafe den ganzen Tag tief und fest, irrt oft. Tatsächlich verbringen Katzen einen großen Teil ihrer Ruhezeit im Dämmerzustand.

Dabei sind die Augen vielleicht geschlossen, die Ohren bleiben aber aufmerksam. Ein ungewöhnliches Geräusch oder das Rascheln einer Leckerli-Tüte genügt, und die Katze ist sofort hellwach.

Dieser leichte Schlaf hilft ihr, sich auszuruhen und gleichzeitig mögliche Gefahren im Blick zu behalten.

Das Alter spielt eine Rolle

Wie viel eine Katze schläft, hängt auch vom Alter ab.

Besonders junge Katzen brauchen viel Schlaf, weil ihr Körper wächst und sich entwickelt.

Warum Katzen tagsüber oft besonders müde wirken

Katzen sind vor allem in der Dämmerung aktiv. Das erklärt, warum viele Katzen morgens früh oder abends plötzlich voller Energie durchs Wohnzimmer rennen, während sie tagsüber lieber ein Nickerchen halten.

Für ihre Besitzer kann das manchmal so wirken, als würde die Katze den ganzen Tag schlafen und erst aktiv werden, wenn Menschen eigentlich ihre Ruhe haben möchten.

Wann viel Schlaf ein Warnsignal sein kann

Grundsätzlich ist langes Schlafen bei Katzen völlig normal. Wird eine sonst aktive Katze jedoch plötzlich deutlich ruhiger, zieht sich zurück oder zeigt weitere Veränderungen wie Appetitlosigkeit, kann das auf gesundheitliche Probleme hinweisen.

In solchen Fällen sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Fazit

Katzen schlafen nicht viel, weil sie faul sind. Ihr ausgeprägtes Ruhebedürfnis ist ein Überbleibsel ihrer Natur als Jäger. Während Menschen oft staunen, wie viele Stunden eine Katze verschläft, ist dieses Verhalten für die Tiere völlig normal.

Und vermutlich beneiden viele Katzenhalter ihre Vierbeiner manchmal ein wenig um deren Talent, jederzeit und überall ein Nickerchen machen zu können.