Bis zu 6000 Euro

Wer bekommt wie viel Geld bei der neuen E-Auto-Förderung?

Wer sich ein E-Auto kauft, soll eine Prämie vom Staat bekommen. Nun hat der Umweltminister Details bekannt gegeben. Wer die Förderung beantragen kann und wie viel Geld zu erwarten ist.

Wer bekommt wie viel Geld bei der neuen E-Auto-Förderung?

Für E-Autos soll eine Basisförderung von 3000 Euro geben – unter bestimmten Bedingungen gibt es auch mehr Geld.

Von Rebekka Wiese

Mit bis zu 6000 Euro will die Bundesregierung den Kauf von Elektroautos bezuschussen. Das sieht das neue Förderprogramm für Elektromobilität vor, dessen Eckpunkte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montag vorgestellt hat. „Wir wollen mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt tun, für unsere europäische Automobilindustrie und für die Haushalte, die sich ohne Unterstützung noch kein Elektroauto leisten konnten“, sagte Schneider in Berlin.

Wer soll wie viel Geld bekommen? Das Förderprogramm richtet sich an Privatleute mit niedrigen und mittleren Einkommen, die ein Elektroauto oder ein Hybridmodell kaufen oder leasen wollen. Beantragen können es Haushalte, deren zu versteuerndes Einkommen bei nicht mehr als 80 000 Euro im Jahr liegt. Die Grenze liegt etwas höher, bei 85 000 Euro oder 90 000 Euro im Jahr, wenn eines oder mehrere Kinder im Haushalt leben.

Für diese Modelle gibt es die Förderung

Wer die grundsätzlichen Bedingungen erfüllt, kann für ein batterieelektrisches Fahrzeug mit einer Basisförderung von 3000 Euro rechnen. Für Hybridmodelle liegt die Prämie bei 1500 Euro. Förderfähig sind Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und Range-Extender, die nicht mehr als 60 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen oder die elektrisch mindestens 80 Kilometer weit fahren können. Ob die Förderung der Hybridmodelle bestehen bleibt, will die Bundesregierung Mitte 2027 prüfen.

Familien und Haushalte mit niedrigen Einkommen sollen bei der Förderung mehr Unterstützung erhalten. Auch hier kommt es darauf an, ob Kinder im Haushalt leben. Dann steigt die Förderprämie um 500 Euro (bei einem Kind) oder um 1000 Euro (bei mehreren Kindern). Mehr Geld gibt es auch, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen deutlich unter der festgelegten Grenze liegt: Bei bis zu 60 000 Euro will der Staat zusätzliche 1000 Euro auf die Förderung legen, bei bis zu 45 000 Euro gibt es 2000 Euro Zuschlag. Beantragen kann man die Förderung voraussichtlich ab Mai, sie soll rückwirkend für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 gelten. „Die Mittel reichen für geschätzt 800 000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren“, sagte Schneider.

Stefan Bratzel, Direktor des Forschungsinstituts Center of Automotive Management (CAM), sieht es als positives Signal, dass die Bundesregierung Elektromobilität fördert. Allerdings hält er die Förderprämie nicht für das richtige Mittel. „Ich hätte es sinnvoller gefunden, den Strompreis an öffentlichen Ladepunkten zu fördern, der oft zu teuer ist“, sagte er dieser Redaktion. „So hätte die Unterstützung die Richtigen erreicht – und wäre insgesamt trotzdem günstiger gewesen.“ Bratzel weist darauf hin, dass das Geld für das Programm voraussichtlich eher erschöpft sein wird als angekündigt. „Unseren Berechnungen zufolge reicht es nur für etwa zwei Jahre.“