Jahrestag des Anschlags

„Werden ihn nicht vergessen“ – Mannheim erinnert an Rouven Laur

Vor zwei Jahren starb der Polizeibeamte Rpuven Laur bei einem Messerangriff auf dem Mannheimer Marktplatz. Am Sonntag wird seiner gedacht.

„Werden ihn nicht vergessen“ – Mannheim erinnert an Rouven Laur

In Mannheim wird an den Tod des Polizisten Rouven Laur erinnert.

Von ceb

Vor zwei Jahren geschah am 31. Mai der Angriff auf eine Kundgebung auf dem Mannheimer Marktplatz, bei der ein Ismalist den Polizeibeamten Rouven Laur mit einem Messer tödlich verletzte. Am Sonntag kamen die Familie des Polizisten, die Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz, der Innenminister Manuel Hagel (CDU), Polizistinnen und Polizisten am Ort des Anschlags zusammen, um an ihn zu erinnern. Um 11.34 Uhr legten sie gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern eine Schweigeminute ein – das war der Zeitpunkt des Anschlags.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) brachte eine weitere Gedenktafel am Tatort an. Thomas Mohr, der Vorsitzende der GdP-Bezirksgruppe in Mannheim, sagte: „Der heutige Tag führt uns erneut schmerzhaft vor Augen, welchen Gefahren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte täglich ausgesetzt sind. Rouven Laur stand im Einsatz für unsere Gesellschaft und bezahlte diesen Dienst mit seinem Leben. Wir werden ihn nicht vergessen.“

Die Schweigeminute am Tatort sei „ein wichtiges Zeichen des Respekts, der Erinnerung und der Solidarität. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des GdP-Vorstandes haben wir Blumen und ein Gedenkschild niedergelegt, um Rouven Laur zu ehren.“ Das werde man auch künftig am 31. Mai so tun, kündigte die Gewerkschaft an.

„Sein Tod mahnt uns, den Schutz der Einsatzkräfte zu stärken“

„Meinen Kolleginnen und Kollegen wird vor Augen geführt, wie schnell eine allgemeine Einsatzlage in eine tödliche Eskalation führen kann. Unsere Gedanken sind bei Rouven, seiner Familie und Angehörigen,“ sagte Guntram Lottmann, der Landesvorsitzende der GdP. Der Bundesvorsitzende Jochen Kopelke ergänzte: „Sein Tod mahnt uns, den Schutz der Einsatzkräfte weiter zu stärken, jede Form von Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte konsequent zu bekämpfen und als Gewerkschaft noch lauter für bessere Absicherungen unserer Familien zu streiten.“

Rouven Laur war im Einsatz, um zusammen mit Kolleginnen und Kollegen eine Kundgebung der als islamkritisch eingestuften „Bürgerbewegung Pax Europa“ zu schützen. Ein aus Afghanistan stammender Mann griff plötzlich die Beteiligten an. Beim Versuch zu helfen, wurde Laur ebenfalls angegriffen und erlitt unter anderem einen Messerstich in den Kopf – diese schwere Verletzung überlebte er nicht. Er starb am 2. Juni. Laur wurde 29 Jahre alt.

Der Angreifer Sulaiman A. wurde im September 2025 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Dabei stellte das Oberlandesgericht die besondere Schwere der Schuld fest. Der Angreifer hatte sich vor der Tat radikalisiert und die Tat islamistisch motiviert begangen.