Weströhre soll bald wieder offen sein

Nach dem Brand eines Lkw-Aufliegers im Engelbergtunnel bei Leonberg laufen die Reparaturen an der Röhre. Eine Spur soll bald befahrbar sein.

Weströhre soll bald wieder offen sein

Feuer und Rauch: Der Engelbergtunnel ist bei dem Brand eines Lastwagens schwer beschädigt worden.

Von Marius Venturini

Leonberg/Gerlingen - Nach dem großen Brand eines Sattelzugaufliegers im Engelbergtunnel bei Leonberg laufen die Reparaturarbeiten an der betroffenen Weströhre mit Hochdruck. Wie die Autobahn GmbH berichtet, soll in der Röhre Ende nächster Woche zunächst ein Fahrstreifen in Richtung Karlsruhe/München freigegeben werden.

Bei dem Vorfall am 3. März hatte der mit Kühlschränken beladene Auflieger eines Trucks Feuer gefangen. Wie die Polizei berichtet, war die Ursache möglicherweise ein Reifenschaden. Der Laster war auf der A 81 von Rothenburg ob der Tauber zum Sitz der Spedition nach Nagold unterwegs gewesen.

Der Fahrer bemerkte den Brand, stoppte den Laster kurz nach der Einfahrt in den Tunnel und koppelte die Zugmaschine ab. Bei dem Feuer wurden zwei Personen verletzt, sie zogen sich schwere Rauchvergiftungen zu.

Nach dem Brand: mehrere Gutachten, auch zum Zustand des Betons

„In den vergangenen Tagen wurden mehrere Gutachten angefertigt, unter anderem Bohrkernuntersuchungen im Beton“, berichtet Wolfgang Grandjean, der Leiter Unternehmenskommunikation der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest. Die sich daraus ergebenden Sanierungsmaßnahmen für die westliche Röhre des Engelbergtunnels seien bereits angelaufen. Zu den Reparaturkosten machte die Autobahn GmbH in ihrer Mitteilung keine Angabe.

Doch nicht nur das: „Die Weströhre wurde komplett gereinigt, um eine bessere Sicht zu gewährleisten. Aus Sicherheitsgründen wurden auch die Abluftkanäle gereinigt, um etwaige durch den Brand entstandene Schadstoffe zu beseitigen“, erklärt Grandjean dazu. Im zerstörten Bereich wird nun der kaputte Beton entfernt und erneuert, die Fahrbahn saniert und eine provisorische Beleuchtung installiert. „Um Staus und Umleitungsverkehr zu verringern, wird der Tunnel nach Abschluss dieser Arbeiten einspurig geöffnet“, sagt der Unternehmenssprecher. Um die Sicherheit zu gewährleisten, werde während der Öffnung eine Brandwache vor dem Tunnel sein. „Für etwaige Restarbeiten wird die Weströhre bei Bedarf nachts in der verkehrsarmen Zeit gesperrt.“

Rampe aus Richtung Karlsruhe bleibt vorerst dicht

Keine Veränderung gibt es indes in der Oströhre: Sie bleibt in ihrem aktuellen Zustand mit zwei Fahrspuren in Richtung Heilbronn offen. Von Karlsruhe kommend wird die Umleitung über die Anschlussstelle Leonberg-Ost aufrechterhalten. Die Rampe aus Richtung Karlsruhe bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt – ursprünglich hatte man betont, dass auch sie so schnell wie möglich wieder geöffnet werden solle. Doch die Überleitung und Kreuzung der von Karlsruhe einfahrenden Lkw auf die rechte Spur im Tunnel stelle eine zu große Unfallgefahr dar. Zudem seien die Beeinträchtigungen in diesem Bereich der A 8 geringer als erwartet.