Avatar: Frontiers of Pandora

Wie spielt sich die neue Erweiterung „From the Ashes“?

Die neue Erweiterung „From the Ashes“ von „Avatar: Frontiers of Pandora“ bringt spektakuläre Luftkämpfe und die lang ersehnte Third-Person-Perspektive. Was erwartet die Spieler noch?

Wie spielt sich die neue Erweiterung „From the Ashes“?

Spektakuläre Dogfights in der Luft spielen in der neuen Erweiterung „From the Ashes“ eine wichtige Rolle.

Von Lukas Jenkner

Als vor gut zwei Jahren das actionreiche Open-World-Spiel „Avatar: Frontiers of Pandora“ auf den Markt kam, hatte es keinen leichten Stand. Die Verkaufszahlen blieben gerüchteweise hinter den Erwartungen zurück, was der Qualität des Spiels aber im Grunde nicht gerecht wurde: Flüssiges Gameplay zu Lande und zur Luft, eine getreu den Filmen von viel Pathos getragene Handlung, vor allem aber eine spektakuläre Grafik – „Frontiers of Pandora“ bot alles, was Spielerherzen höher schlagen lässt.

Vielleicht fehlte seinerzeit dem Spiel der Schub eines aktuellen Avatar-Films in den Kinos. Oder lag es doch an der bisher vermissten Third-Person-Perspektive, die von Open-World-Spielern häufig bevorzugt wird? Beides ist nun passé: Seit Kurzem ist die Erweiterung „From the Ashes“ auf dem Markt, passend zum vierten Avatar-Film, und sie liefert die Third-Person-Perspektive mit.

Der Na’vi-Krieger Sol’ek kämpft gegen finstere RDA

Im Mittelpunkt der neuen Erweiterung steht der Na’vi-Krieger Sol’ek, den wir schon im Hauptspiel kennengelernt haben. Er muss sich der irdischen Kolonialtruppe Resources Development Administration (RDA) stellen, die unter der Leitung des Offiziers Bukowski wieder einmal weite Teile Pandoras verwüstet hat – und ruckzuck sind wir in der alten Routine des Spiels: Wir fliegen mit unserem Drachenvogel, Ikran genannt, über paradiesische Landschaften zu öden Trümmerarealen und schalten mit diversen Kampf- und Schleichfunktionen Pumpanlagen, Forts oder auch einfache Treibstoff-Lastwagen aus.

Das macht so viel Spaß wie im ursprünglichen Spiel, wir können uns in spektakuläre Kämpfe stürzen oder die Gegner von hinten überwältigen – kernige Finisher Moves geben dem Kampf eine intensivere Note. Ein neuer Fähigkeitenbaum wächst mit unserer Erfahrung, wir sammeln fleißig Rohstoffe, um mittels Crafting unsere Ausrüstung verbessern oder Speisen zu köcheln, die uns diverse Bonusse spendieren. Interessant: In der Erweiterung zählt ein Na’vi-Stamm zu unseren Gegnern, deren Kämpfer uns vor besondere Hausforderungen stellen.

Verloren in Pandoras Welten: Orientierung bleibt eine Herausforderung

Die Haupthandlung und die diversen Nebenmissionen sind insgesamt unterhaltsam, auch wenn sie gelegentlich zur Fleißarbeit ausarten und man trotz diverser Schnellreisepunkte immer mal wieder längere Reisepassagen hinter sich bringen muss. Das drückt auf den Spielfluss, ebenso wie ein Kritikpunkt aus dem ersten Teil: Sowohl in der bunten Paradieswelt als auch in den braun-grauen Trümmerwüsten geht nicht nur im Kampfgetümmel, sondern auch auf der Suche nach dem richtigen Hebel oder dem passenden Gemüse immer mal wieder die Orientierung verloren.

Technisch ist das Spiel zumindest auf der Playstation 5 fast bugfrei – auffällig war allerdings, dass bisweilen ganze Fluggeräte plötzlich verschwinden. Alles in allem aber bereichert die Erweiterung das Hauptspiel, und wer schon früher Spaß an Frontiers of Pandora hatte, kann sich bedenkenlos ins Abenteuer stürzen – und in eine der schönsten offenen Welten der vergangenen zehn Jahre.

Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes ist wie das Hauptspiel für alle gängigen Konsolen und PC erschienen und kostet 24,99 Euro (offizieller Preis)