Scheidender Ministerpräsident

„Wunsch nach Feierabend“ – Kretschmann freut sich auf Leben nach der Politik

Der scheidende Landeschef Kretschmann findet es sinnlos, mit dem Alter zu hadern, und wird philosophisch. „Man macht Platz für diejenigen, die nach einem kommen“, so der Politiker.

„Wunsch nach Feierabend“ – Kretschmann freut sich auf Leben nach der Politik

Der scheidende Landeschef Kretschmann freut sich auf ein Leben nach der Politik (Archivfoto).

Von red/KNA

Baden-Württembergs scheidender Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) freut sich auf ein Leben nach der Politik. "Ich bin froh, wenn ich nun von der Politik befreit bin", sagte der Grünen-Politiker dem Berliner "Tagesspiegel". Er habe oft schlecht und wenig geschlafen, so der 77-Jährige, der bei den Landtagswahlen am 8. März nicht mehr kandidiert. Er habe "jetzt den Wunsch nach Feierabend", sagte Kretschmann.

"Der liebe Gott" habe ihm geholfen, so lange als Politiker tätig zu sein. Er habe ihn "mit einer soliden Gesundheit ausgestattet". Für seinen Erfolg seien aber sehr gute Mitarbeiter wichtig gewesen. "Allein bekommt man gar nichts hin", so der Grünen-Politiker.

Kretschmann: „Es gibt Sinn im Sterben“

Über sein Alter wolle er sich nicht beklagen, sagte Kretschmann, der im Mai 78 Jahre alt wird. "Mit seinem Alter zu hadern ist sinnlos. Es kommen immer wieder Junge auf die Welt. Es gibt also einen grundlegenden Sinn im Sterben: Man macht Platz für diejenigen, die nach einem kommen", sagte Kretschmann dem "Tagesspiegel". Man werde nur älter und nicht jünger. "Dieses Schicksal teilt man mit dem gesamten Universum."