Nach Explosion in Albstadt

„Wir wissen momentan gar nichts“ – Schwager meldet sich mit Video

Am 10. Januar veröffentlicht ein Angehöriger der Familie, die bei der Explosion in Albstadt ums Leben kam, ein Video. Die Ermittlungen dauern an.

„Wir wissen momentan gar nichts“ – Schwager meldet sich mit Video

Bei der Explosion kamen drei Menschen ums Leben.

Von Laura Mensch

In Albstadt-Tailfingen explodiert ein Wohnhaus, eine junge Familie kommt bei dem Einsturz ums Leben. Die Spurensuche nach dem tragischen Unglück in der Josefstraße dauert an. Weil bereits Gerüchte kursieren, hat ein Angehöriger ein Video auf Facebook veröffentlicht, wie die Südwest Presse berichtet. Er bittet darum, keine Spekulationen zur Ursache zu verbreiten, da diese bisher noch nicht geklärt werden konnte. „Wir wissen aktuell gar nichts, wir wissen nur, dass es drei Tote gab“, sagt er – und, dass es eine Gasexplosion gewesen sei.

Das sagte auch der Albstädter Bürgermeister in der Pressekonferenz nach dem Unglück. Der Schwager des verstorbenen 33-Jährigen und seiner 30 Jahre alten Frau betont im Video: „Wir wissen nicht, ob es ein Fehler der Albstadtwerke war.“

Stadtwerken äußern sich zu den Vorwürfen

In den Sozialen Medien kursieren Gerüchte, die Vorwürfe gegen die Albstadtwerke wiegen schwer: Die Stadtwerke seien über ein Gasleck in dem später explodierten Gebäude informiert gewesen, heißt es in den Kommentaren unter einem Facebookpost. Auch der Schwager erzählt in dem Video, die Familie hätte zuvor einen Gasgeruch im Haus gemeldet.

Diese Anschuldigung wurde von den Stadtwerken zurückgewiesen: „Die im Raum stehenden Aussagen zu einer erfolgten Gasgeruchsmeldung nehmen wir sehr ernst. Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen lag uns im Vorfeld des Unglücks keine Meldung über einen Gasgeruch vor.“

Tralmer: „An Gerüchten ist nichts dran“

Der Abstädter Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) bestätigte diese Aussage gegenüber dem SWR: „Dass von der betroffenen Familie wenige Tage vor dem Unglück bei den Stadtwerken angerufen worden sei und angeblich Gasaustritt moniert wurde, habe ich selbstverständlich überprüft und da ist nichts dran“, so Tralmer in einem Interview mit dem Sender.

Das über fünfminütige Statement auf dem Facebookprofil des Angehörigen ist am 10. Januar einmal auf Deutsch, einmal auf Italienisch veröffentlicht worden. Die deutsche Version des Videos hat mittlerweile mehr als 17.000 Aufrufe. Der Angehörige bedankt sich darin auch bei den zahlreichen Helfern – insgesamt waren mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei und THW vor Ort.