Hinter Kränen geht am Morgen die Sonne auf (Symbolbild).
Die Wirtschaftsleistung in Baden-Württemberg ist nach drei Rezessionsjahren wieder gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – also der Gesamtwert aller im Land produzierten Waren und Dienstleistungen – ist im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 1,4 Prozent gestiegen, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte.
Den vorläufigen Berechnungen zufolge zeichnet sich damit nach drei Jahren rückläufiger Wirtschaftsleistung eine Erholung ab. Im vergangenen Jahr war das BIP noch um 0,6 Prozent, 2024 um 1,6 und 2023 um 0,3 Prozent gesunken. Wachstum hatte es zuletzt 2022 gegeben.
Überdurchschnittliche Entwicklung im Südwesten
Den Angaben zufolge sind die aktuellen Entwicklungen im Südwesten vor allem auf eine deutlich gestiegene Wirtschaftsleistung in der Industrie zurückzuführen. Die Dienstleistungsbereiche seien demnach moderat gewachsen. Im Baugewerbe habe sich der Rückgang dagegen fortgesetzt.
Im Ländervergleich liegt der Südwesten hinter Hessen mit einem BIP-Wachstum von 1,8 Prozent, Schleswig-Holstein mit 1,7 und Hamburg mit 1,5 gleichauf mit Brandenburg mit 1,4 Prozent auf Platz vier. Schlusslicht mit einem Rückgang um 0,8 Prozent ist Thüringen. Auch in Sachsen und dem Saarland nahm die Wirtschaftsleistung ab. Mit Blick auf die bundesweite Entwicklung schnitt die Wirtschaftsleistung im Südwesten überdurchschnittlich ab. Im Bund legte das BIP im ersten Halbjahr nur um 0,9 Prozent zu.