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Plüderhausen. Im Gemeindewald Plüderhausen ist ein Wolf nachgewiesen worden. Einer Pressemitteilung des Landratsamts zufolge war das Tier bereits am 25. Juli von einer Wildkamera aufgenommen worden. Am heutigen Freitag wurde von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Heimat Baden-Württemberg bestätigt, dass es sich gesichert um einen Wolf handelt. Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich laut Landratsamt um einen durchziehenden Einzelwolf. Solche Tiere legten auf ihrer Wanderung teilweise mehrere hundert Kilometer zurück und hielten sich in der Regel nicht dauerhaft in einem Gebiet auf. Für die Bevölkerung bestehe daher aktuell kein Anlass zur Besorgnis und kein besonderer Handlungsbedarf. „Dies gilt auch für die beiden Waldkindergärten im Gemeindegebiet von Plüderhausen. Angriffe freilebender Wölfe auf Menschen sind in Deutschland äußerst selten, da die Tiere den Kontakt zu Menschen meiden“, heißt es hierzu in der Pressemitteilung.
Forstdezernent Gerd Holzwarth rät den Waldbesuchenden grundsätzlich: „Ein umsichtiges und respektvolles Verhalten gegenüber Wildtieren ist auch nach der einmaligen Wolfsichtung ausreichend.“ Er rät zur Beachtung folgender Hinweise:
Abstand zu Wildtieren halten, sich nicht nähern oder gar aufdrängen
Auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und die Ruhezeiten des Wildes beachten.
Leinenpflicht für Hunde in Schutzgebieten beachten.
Wildtiere nicht füttern und keine Speisereste liegen lassen, damit Wildtiere nicht angelockt werden und ihre natürliche Scheu verlieren.
Mit durchziehenden Wölfen muss grundsätzlich überall in Baden-Württemberg gerechnet werden, da im Land derzeit im Schwarzwald vier männliche Wölfe und ein Wolfspaar bestätigt sind. Der letzte eindeutige Wolfsnachweis im Rems-Murr-Kreis wurde im April 2024 im Bereich Rudersberg erbracht. Damals bestätigte die FVA anhand genetischer Untersuchungen einen Wolf als Verursacher eines Schafrisses. Im Frühjahr 2026 wurden nach gemeldeten Rehrissen im Raum Murrhardt Hinweise auf einen Wolf geprüft. Eine genetische Untersuchung ergab jedoch, dass die Risse eindeutig von einem Hund stammen.
Wer einen Wolf im Rems-Murr-Kreis beobachtet, Hinweise auf dessen Anwesenheit hat oder ein gerissenes Wildtier findet, sollte sich an die Wildtierbeauftragten des Landkreises Hannah Held und Dominic Hafner telefonisch unter 07151/5014369 oder per Mail an forst@rems-murr-kreis.de“ wenden. lra