Zehntausende Menschen gelten nach den schweren Erdbeben in Venezuela als vermisst. Die Zahl der Toten steigt.
Nach dem schweren Erdbenen in Venezuela werden Zehntausende Menschen vermisst.
Von Andrea Sosa Cabrios
Das Ausmaß der Erdbebenkatastrophe in Venezuela wird immer deutlicher. Die vorläufige Zahl der Todesopfer ist bereits auf 1.430 gestiegen, mehr als 3.200 Menschen wurden verletzt, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte. Noch immer werden Tausende Menschen unter den Trümmern vermutet. Drei Tage nach dem Doppelbeben schwinden von Stunde zu Stunde die Hoffnungen, noch Überlebende zu finden. Viele werden jedoch noch lebend gefunden.
So gelang es etwa einem kolumbianischen Team nach einem sechsstündigen Einsatz einen 11-Jährigen im Bundesstaat La Guaira zu bergen, wie ein Video der kolumbianischen Katastrophenbehörde UNGRD zeigt. Auch Teams aus El Salvador und Spanien feierten erfolgreiche Bergungen.
430 Nachbeben erschüttern die Erde
Nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben, sagte Rodríguez, der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez. Mehr als 70.000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden unterstützt worden. Besonders im Bundesstaat La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas, haben die Beben erhebliche Zerstörungen verursacht. Teils sind ganze Straßenzüge mit Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht worden.
Der Einsatz internationaler Rettungsteams, auch aus Deutschland, hat die Suche nach Überlebenden zwar beschleunigt. Für Angehörige von Vermissten aber zum Teil auch traurige Gewissheit gebracht. Nach Erkundungsarbeiten schlossen etwa mexikanische Rettungskräfte in einem eingestürzten Gebäude im Stadtbezirk Chacao der Hauptstadt Caracas die Möglichkeit aus, dort noch lebende Menschen zu finden.
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