Später VfB-Jubel in Paderborn: Torschütze Deniz Undav feiert mit Maximilian Mittelstädt (re.)
Von Marco Seliger
Der VfB Stuttgart ist durch einen 1:0-Sieg beim SC Paderborn ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Wir haben die Stimmen zum Spiel.
Sebastian Hoeneß (VfB-Trainer): „Wir sind sehr schwer ins Spiel gekommen. Paderborn war sehr scharf. Wir haben Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten. Nach der Roten Karte kippt das Spiel. Am Ende ist es verdient, auch wenn das Tor spät fällt. Wir haben auf ein Tor gespielt.“
Ralf Kettemann (Trainer SC Paderborn): „Wir können extrem stolz sein auf uns. Bei der Roten Karte hat das heiße Herz über den coolen Kopf gesiegt. Es war eine klare Rote Karte - gut ist, dass sich Bilal El Khannouss nicht verletzt hat.“
Deniz Undav (VfB-Siegtorschütze): „Wir wussten, dass es schwer werden würde. Unsere erste Halbzeit war bodenlos, wirklich bodenlos. Aber wir haben von Anfang an gesagt, dass nur der Sieg zählt, egal, wie dreckig es sein wird. Wir müssen das jetzt abhaken und den Fokus auf das Spiel am Samstag in Leverkusen legen.“
Ermedin Demirovic (VfB-Stürmer): „Ich habe den Paderborner Torwart gerade schon gelobt und kenne ihn noch aus der Jugend, auch da hat er mir das Leben schwer gemacht. Es ist war enorm bitter, weil es wirklich Riesenchancen waren, die ich vergeben habe. Aber wenn Deniz mich dann so rettet, bin ich auch zufrieden, auch wenn er mir das Tor lieber vorgelegt hätte. Heute hat nur der Sieg gezählt.“
Fabian Wohlgemuth (VfB-Sportvorstand): „Es ist wichtig, dass wir eine Runde weitergekommen sind, der Pokal hat für uns eine besondere Bedeutung. Dass wir nicht alles umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen haben, hat man gesehen.“
Die Trainer vor dem Pokalspiel: Paderborn-Coach Ralf Kettemann und ...
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.
Der SC Paderborn legt los wie die Feuerwehr, beim VfB ist die Verunsicherung deutlich zu spüren.
Lorenz Assignon köpft den Ball aus dem Strafraum.
Grischa Prömel im Zweikampf mit Tom Baack. Nach 20 Minuten kann sich der VfB glücklich schätzen, dass es noch 0:0 steht.
Bezeichnend: Fabian Bredlow ist in der Anfangsphase der Mann mit den meisten Ballkontakten beim VfB.
In der 37. Minute grätscht Laurin Curda Bilal El Khannouss von hinten um und …
… sieht folgerichtig die Rote Karte.
Nach 45 Minuten geht es mit einem 0:0 in die Kabine.
Zu Beginn der 2. Halbzeit legen zumindest die VfB-Fans los wie die Feuerwehr.
Und auch die VfB-Profis nehmen so langsam das Heft in die Hand.
Mitte der 2. Halbzeit vergibt Ermedin Demirović zwei Großchancen.
Paderborns Torwart Markus Schubert jubelt über seine Parade.
In der Nachspielzeit kommt die Erlösung: Deniz Undav trifft zum 1:0 für die Stuttgarter – der VfB steht im Achtelfinale des DFB-Pokals.