Atakan Karazor hat nach schwierigem Saisonstart zuletzt wieder mehr Einsatzzeit bekommen.
Von Heiko Hinrichsen
Es ist das Topspiel der Bundesliga am Samstagabend (18.30 Uhr), wenn mit dem SV Werder Bremen das Überraschungsteam der aktuellen Bundesliga-Spielzeit beim VfB aufkreuzt. Vor dem Duell mit dem Tabellenfünften hat der VfB-Trainer Sebastian Hoeneß allerdings Personalsorgen, was die Besetzung seines defensiven Mittelfeldes angeht.
Bekannt ist schon länger, dass mit Angelo Stiller (Adduktorenprobleme) der Rhythmusgeber des VfB mindestens bis in die Länderspielpause hinein verletzt ausfällt. „Wir werden uns zu gegebener Zeit zu Wort melden“, sagte Hoeneß zu der Frage, wann Stiller denn wieder an Bord ist.
Mit Atakan Karazor wackelt nun aber auch der langjährige Partner von Stiller auf der Doppel-Sechs mit Problemen im Oberschenkel. Nach einer MRT-Untersuchung sei noch „eine Einblutung sichtbar“, sagte Hoeneß. Ob Karazor, der in der Champions League bei Galatasaray Istanbul nach 18 Minuten verletzt raus musste, eingesetzt werden könne, sei noch nicht „final klar“. Vermutlich sieht es mit einem Startelfeinsatz des Ex-Kapitäns gegen Bremen aber eher schlechter aus.
Hinzu kommt, dass sich „auch Grischa Prömel hat untersuchen lassen müssen“, wie Hoeneß erklärte, ohne auf den genauen Befund einzugehen. Klar ist also, dass es im defensiven Mittelfeld des VfB nun personell ziemlich eng zugeht. Einem Mannschaftsteil, indem der VfB-Trainer den jungen Spanier Chema im Sommer gerne behalten hätte, ehe der aber in der finalen Phase des Transfermarktes in die Premier League zu Brighton & Hove Albion abgegeben wurde.
Komplett gesunde Spieler, die auf der Sechs zuhause sind, gibt es im Stuttgarter Kader daher noch zwei: Das ist zum einen der junge Österreicher Yanik Spalt, der es in Istanbul nach seiner Einwechselung für Karazor sehr gut gemacht hat. „Er hat ein Riesenspiel gemacht, hat sein Herz in die Hand genommen. Das war eine sehr positive Geschichte. Er hat sich beworben für weitere Einsätze“, sagte Hoeneß nach dem Abpfiff am Bosporus.
Zudem steht noch der Däne Nikolas Nartey zur Verfügung, der in Istanbul nach 75 Minuten eingewechselt wurde. Als Allrounder bekannt, zählt das defensive Mittelfeld zu Narteys Lieblingspositionen. Allerdings ist der 26-Jährige zuletzt mit einer Museklverletzung im Oberschenkel seinerseits länger ausgefallen und besitzt daher wenig Spielpraxis. In der Bundesliga kommt Nartey bisher nur auf 26 Spielminuten.