Das Bemühen konnte man Aspachs Fußballer um Kapitän Julian Leist nicht absprechen, am Ende gab es in Alzenau dennoch ein unglückliches 0:1. Foto: J. Albert
Von Uwe Flegel
Großaspach kommt in der Fußball-Regionalliga einfach nicht auf die Beine. Beim FC Bayern Alzenau verlor die Elf aus dem Fautenhau unglücklich mit 0:1. Entschieden wurde die Partie, in der es in der zweiten Halbzeit fast schon Einbahnstraßenfußball in Richtung Tor der Gastgeber gab, kurz vor der Halbzeit durch ein Eigentor von Kai Gehring. Der Innenverteidiger hatte einen Ball unglücklich mit dem Kopf ins eigene Gehäuse verlängert.
Kämpferisch müssen sich die Schwaben diesmal sicherlich keinen Vorwurf gefallen lassen, allerdings sind sie derzeit offensichtlich einfach auch nicht vom Glück verfolgt. Hinzu kommt, dass vorne einmal mehr die teilweise guten Möglichkeiten nicht genutzt wurden. So zum Beispiel Andreas Ivan, der schon nach zwei Minuten frei vor dem gegnerischen Gehäuse den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unterbrachte. Überhaupt war dies vielleicht das größte Problem der SG, dass sie sich zum einen nur wenige Möglichkeiten erspielten und die dann auch nicht nutzen.
„Trainer Hans-Jürgen Boysen beurteilte das, was in der Offensive geleistet wurde so: „Wir haben es zu kompliziert gemacht.“ Mit der Defensivleistung war der Coach dagegen weitgehend zufrieden. Nur das Gegentor passte dem 63-Jährigen selbstverständlich gar nicht in den Kram: „Es ist Wahnsinn, was wir für Treffer kassieren. Wenn es der Gegner nicht schafft, dann machen wir für ihn die Tore selbst. Das hat schon selbstmörderische Züge.“ Vielleicht sogar solche, die für den erfahrenen Trainer nun gefährlich werden.
FC Bayern Alzenau: Jomaa Zabadne – Crljenec, Wilke, Schick – Teklab (66. Kalata), Haliti, Demir, Ferukoski – Fischer – Bouthakrit (85. Kummer), Brauburger (72. Mbouhom)
SG Sonnenhof Großaspach: Nreca-Bisinger – Özdemir, Leist, Gehring – Gipson, Jüllich, Owusu (65. Ferdinand), Sirigu (65. Held) – Ivan, Cuni, Widemann.
Tore: 1:0 (44., Eigentor) Gehring. – Gelbe Karten: Teklab, Wilke, Mbouhom, Demir / Owusu, Sirigu, Gipson, Ferdinand. – Schiedsrichter: Dingler (Birkenfeld). – Zuschauer: 400.