Rund 100 Tage vor dem WM-Start wächst die Angst um die Sicherheit in Mexiko: Nach der Tötung von Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes ist in vielen Landesteilen eine massive Gewaltwelle ausgebrochen – mit unklaren Folgen für das Turnier.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 soll in Mexiko in Guadalajara, Mexiko City und Monterrey ausgetragen werden.
Von Florian Huth
Rund 100 Tage vor Beginn der Fußball-WM (11. Juni bis 19. Juli) wächst die Sorge um die Sicherheitslage in Mexiko. Auslöser der jüngsten Eskalation war die Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes durch die Armee. In der Folge lösten mutmaßliche Bandenmitglieder in weiten Teilen des Landes eine Gewaltwelle aus. Was bedeutet das für die WM 2026?
Ausschreitungen in Mexiko wenige Monate vor der Fußball-WM 2026
Am 22. Februar 2026 kam es in 20 der 32 Bundesstaaten zu Ausschreitungen, am Tag darauf blieben in mehreren Regionen Schulen und Gerichte geschlossen. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Jalisco mit der Hauptstadt Guadalajara, einem der WM-Spielorte. Dort wurden Einwohner aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Das Auswärtiges Amt und die deutsche Botschaft in Mexiko rieten, geschützte Orte wie Hotels möglichst nicht zu verlassen, Menschenansammlungen zu meiden und sich bei Straßensperren keinesfalls zu widersetzen oder zu flüchten.
Spielplan der Fußball-WM 2026: Termine und Uhrzeiten von Vorrunde bis Finale
Fußball-WM 2026 soll in Guadalajara, Mexiko-Stadt und Monterrey gespielt werden
In Guadalajara sind vier WM-Partien geplant, unter anderem mit Spanische Fußballnationalmannschaft, Mexikanische Fußballnationalmannschaft und Südkoreanische Fußballnationalmannschaft. Das Stadion bietet rund 46.000 Plätze. Südkorea und Kolumbianische Fußballnationalmannschaft wollen ihr Quartier dort aufschlagen, während Uruguayische Fußballnationalmannschaft und Portugiesische Fußballnationalmannschaft andere Standorte in Mexiko bevorzugen. Weitere Spielorte sind Mexiko-Stadt und Monterrey. In Mexiko-Stadt ist das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrikanische Fußballnationalmannschaft vorgesehen.
Deutschland spielt bei der WM 2026 die Vorrunde in den USA
Die deutsche Auswahl bestreitet ihre Vorrundenspiele dagegen in den USA. Auch der nationale Spielbetrieb ist betroffen: In der ersten Liga wurden Partien abgesagt, unter anderem in Querétaro. Dort sollte Mexikos Nationalteam am Mittwoch (Ortszeit) in einem Testspiel auf die Isländische Fußballnationalmannschaft treffen.
Deutscher Spielplan Fußball-WM 2026: Wann spielt Deutschland? Gegner, Termine und Uhrzeiten
Zeitung: "Internationale Alarmglocken schrillen"
Nachdem zuletzt noch die Situation bei Co-Gastgeber USA mit dem heftigen Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten für Empörung und Boykott-Aufrufe gesorgt hatte, rückt nun Mexiko in den Fokus. "Die Lage lässt die internationalen Alarmglocken schrillen, besonders in Bezug auf die Sicherheit der Besucher und die Organisation in einem der Hauptaustragungsorte des Turniers", schrieb die Zeitung "AS Mexico".