Der Bundestrainer will bei der WM Meinungen zulassen - aber am liebsten sollen drei Funktionäre die brisanten Fragen beantworten.
Bundestrainer Julian Nagelsmann will seinen Spielern bei der Fußball-WM nicht den Mund verbieten (Archivfoto).
Von red/SID
Bundestrainer Julian Nagelsmann will seinen Spielern bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) nicht den Mund verbieten. "Keiner unserer Spieler bekommt einen Maulkorb. Sie dürfen sich äußern, wenn sie das möchten", sagte der 38-Jährige in der Talk-Reihe "Bestbesetzung" bei MagentaTV, betonte aber: "Wir wollen uns im Mannschaftsverbund auf das Sportliche konzentrieren."
Nachdem die Diskussionen um Menschenrechte und die "One-Love"-Binde bei der WM 2022 in Katar erheblichen Einfluss auf die Mannschaft des damaligen Bundestrainers Hansi Flick hatten, bat dessen Nachfolger Nagelsmann darum, gesellschaftliche und politische Fragen beim kommenden Turnier an DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler oder Geschäftsführer Andreas Rettig zu richten: "Es ist eine große Bitte von uns, diese politischen Fragen auch an die drei zu stellen", damit es nicht "zu zu vielen Vermischungen und Ungereimtheiten" kommt, so Nagelsmann: "Wir haben genug damit zu tun, uns auf den Sport zu konzentrieren und gute Spiele zu absolvieren."