Kellerkind hofft auf eine Überraschung

Die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach stehen als Drittletzter heute beim Spitzenreiter VfL Osnabrück vor einer hohen Hürde

David gegen Goliath oder Ligaprimus gegen Kellerkind – unter diesen Vorzeichen findet am heutigen Freitag das Drittliga-Spiel zwischen dem Spitzenreiter VfL Osnabrück gegen den Drittletzten SG Sonnenhof Großaspach statt. Der Dorfklub hofft ab 19 Uhr im Stadion an der Bremer Brücke auf seine Außenseiterchance und auf eine Überraschung.

Kellerkind hofft auf eine Überraschung

Patrick Choroba (rotes Trikot) könnte heute beim Spiel in Osnabrück als rechter Außenverteidiger beginnen.Foto: A. Becher

Von Heiko Schmidt

Größer können die Gegensätze in einer Liga kaum sein. Die SG Sonnenhof Großaspach steht auf dem 18. Rang und hat bislang nur 21 Punkte geholt und hat zwei Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Der VfL Osnabrück führt die Tabelle mit 47 Punkten an und hat einen Vorsprung von fünf Zählern vor dem Zweiten Karlsruher SC. Der Dorfklub wartet schon seit sieben Begegnungen auf einen Sieg, hat dabei lediglich zwei Punkte erzielt. Die Niedersachsen sind seit 15 Partien unbezwungen. Und so könnte die Liste der Unterschiede durchaus weitergeführt werden. Es spricht also im heutigen Flutlichtspiel alles für die gastgebenden Osnabrücker.

Doch so einfach wollen sich die Schützlinge von Trainer Florian Schnorrenberg nicht geschlagen geben. „Wir werden sehr gut für die hohe Auswärtshürde vorbereitet sein“, verspricht der Coach. Er schiebt nach: „Wir müssen auf dem Platz einige Sachen drehen.“ Dies bezieht sich auf die 0:1-Heimniederlage zuletzt zu Hause im Kellerduell gegen Lotte. Und nach diesem Match haben die Schwaben einiges gutzumachen. Dabei fordert Schnorrenberg, dass jeder seiner Spieler von der ersten Minute an kämpft und alles in die Waagschale wirft. „Jeder weiß, gegen wen es am Freitagabend geht. Klar ist, dass wir als gesamtes Team an unsere absolute Leistungsgrenze gehen müssen und gehen wollen. Um das geht es und sollte uns das gelingen, werden wir sehen, was wir dafür bekommen“, macht der Aspacher Trainer klar.

Abzuwarten bleibt, welche Startelf Schnorrenberg heute aufbieten wird. Veränderungen sind durchaus denkbar. Zum Beispiel könnte als rechter Außenverteidiger Patrick Choroba auflaufen. In der Offensive wäre möglich, dass der Winterzugang Zlatko Janjic zu Beginn auf dem Platz steht. Dann müsste sich der Trainer im defensiven Mittelfeld entweder für Jamil Dem oder Michael Vitzthum entscheiden. Dass die Großaspacher Grundordnung – 4:2:3:1 – verändert wird, scheint eher unwahrscheinlich zu sein. Klar ist hingegen die personelle Situation bei der SG. Nicolas Jüllich (Leistenverletzung), Marco Hingerl (Abriss des Oberschenkelmuskels) und Joel Gerezgiher (Adduktorenprobleme) stehen nicht zur Verfügung. Somit hat der Trainer erneut die Qual der Wahl.

Egal welche Anfangsformation des Sonnenhofs heute spielen wird, eine Steigerung gegenüber dem vergangenen Samstag ist notwendig. Mut dürfte den Großaspachern das Hinspiel machen, denn da gab es in der Mechatronik-Arena ein torloses Unentschieden. Mit einem ähnlichen Ergebnis könnte die SG auch heute gut leben. Die Resultate der bisherigen Duelle zwischen beiden Mannschaften sprechen jedoch gegen die Schwaben. Vier Mal siegten die Osnabrücker, zwei Mal hatten die Großaspacher die Nase vorne. Die anderen drei Begegnungen endeten jeweils unentschieden.