Fußball in Spanien

Offiziell: Startrainer Mourinho kehrt zu Real Madrid zurück

Die Rückkehr von José Mourinho zu den Königlichen ist perfekt. Der Portugiese erhält einen Dreijahresvertrag. Bekommt er die Real-Stars in den Griff?

Offiziell: Startrainer Mourinho kehrt zu Real Madrid zurück

Kehrt zu seinem alten Arbeitgeber Real Madrid zurück: José Mourinho. (Archivbild)

Von dpa

Madrid - Wenige Minuten vor Beginn der Fußball-WM hatte Real Madrid auch noch Großes zu verkünden: Der spanische Rekordmeister Real Madrid holt Startrainer José Mourinho 13 Jahre nach dessen Abschied zurück. Wie die Königlichen mitteilten, erhält der Portugiese einen Dreijahresvertrag. Sein erstes Training werde er am 13. Juli zum Start der Saisonvorbereitung leiten, hieß es weiter.

Überraschend konnte diese Nachricht kaum noch jemanden. Spekuliert wurde über die Rückkehr schon seit Tagen. Mourinhos bisheriger Club Benfica Lissabon war es dann, der den Wechsel des Portugiesen zu Real zuvor bereits über die Plattform X verraten hatte. Laut den Portugiesen bezahlen die Königlichen 15 Millionen Euro für Mourinho an dessen bisherigen Arbeitgeber.

Präsident Pérez ein Mourinho-Fan

Mourinho kennt die Madrilenen bereits aus seiner ersten Amtszeit zwischen 2010 und 2013. Dabei gewann er 2011 den spanischen Pokal und 2012 die Meisterschaft. Real-Präsident Florentino Pérez gilt als großer Anhänger von Mourinho, dessen Vertrag bei Benfica noch ein Jahr gelaufen wäre. Der Trainer besaß allerdings eine Ausstiegsklausel. Mit Benfica hatte "The Special One" in dieser Saison die Meisterschaft verpasst.

Kein Erfolg mit Xabi Alonso und Arbeloa

Pérez hofft, dass der 63-Jährige Real zu neuen Erfolgen führt. Seit zwei Jahren hat Real keine großen Titel gewonnen. Auch die Verpflichtung von Frankreichs Superstar Kylian Mbappé für den Sturm konnte daran nichts ändern. 

Alvaro Arbeloa versuchte vergeblich, die Königlichen wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. In der Königsklasse war der Hauptstadt-Club im Viertelfinale an Bayern München gescheitert, in der Meisterschaft hatte man gegen Erzrivale FC Barcelona wie schon im Jahr zuvor das Nachsehen.

Real war mit dem früheren Leverkusener Meistertrainer Xabi Alonso in die Saison gestartet, nach einem halben Jahr musste der langjährige Mittelfeldstar aber wieder gehen. Immer wieder war über Differenzen mit Starspielern wie dem exzentrischen Vinícius Junior berichtet worden.

Mourinhos große Erfolge liegen schon etwas zurück 

Mourinho ist selbst nicht unumstritten. Er provoziert mit seinen Sprüchen und mit seiner Art, legt sich gern mit den Medien an, scheut keinen Streit mit Funktionären, Trainer-Kollegen und Starspielern. 

Unbestritten ist aber auch: Mourinho hat in seiner Karriere Erfolge erzielt, auch wenn diese - abgesehen vom Gewinn der Conference League mit der AS Rom 2022 - schon etwas zurückliegen. So hofft nicht nur Real durch die Zusammenarbeit mit Mourinho auf die Rückkehr zu einstigem Glanz.