Erst hilft US-Profi Tiafoe dem deutschen Tennisspieler Daniel Altmaier nach einem Sturz, dann gibt es Ärger. Warum Altmaier sich respektlos behandelt fühlt.
Daniel Altmaier ärgerte sich nach seinem Erstrunden-Aus in Stuttgart über das Verhalten seines Gegners Frances Tiafoe.
Von red/dpa
Das Erstrunden-Aus in Stuttgart ist für den deutschen Tennisprofi Daniel Altmaier mit Ärger über seinen amerikanischen Gegner Frances Tiafoe zu Ende gegangen. Beim 6:7 (3:7), 6:4, 4:6 gegen den Turniersiegersieger von 2023 kam es im dritten Satz zu einem Disput.
„Wo ich zweimal den Ballwurf nicht gut gemacht habe, kam es für mich so rüber, dass er gesagt hat, du kannst den Ball gar nicht werfen. Das finde ich in so einer Situation, um ehrlich zu sein, respektlos - und vor allem mir das direkt in den Augen zu sagen“, sagte der 27 Jahre alte Kempener.
„Anscheinend hat er versucht, eine Lösung zu finden, mich irgendwie aus dem Rhythmus zu bringen. Was ihm in dem Moment gelungen ist“, berichtete Altmaier. Wenn das eine Taktik gewesen sei, habe das geklappt. „Mal schauen, wie es beim nächsten Mal ist.“
Ausgesprochen habe er sich mit Tiafoe nicht mehr, sagte Altmaier bei der Pressekonferenz. „Er hat dann arrogant für mich so ein bisschen geantwortet, einfach zu sagen, ich konnte jetzt keinen Ball retournieren, dadurch dass du nicht den Ball hochwerfen konntest.“
Nette Geste von Tiafoe zuvor
Dabei war der US-Amerikaner dem Deutschen zuvor noch zu Hilfe gekommen. Zu Beginn des dritten Satzes war Altmaier auf dem Rasen ausgerutscht und zunächst liegen geblieben. Tiafoe kam auf die andere Seite, half dem Kontrahenten wieder auf die Beine und reichte ihm den Schläger. Das sei „respektvoll“ gewesen, so Altmaier.
Der Sturz sei für ihn „ein bisschen bitter“ gewesen. „Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich da ein deutlich besserer Spieler war“. Beim Seitenwechsel nahm der Deutsche eine medizinische Auszeit und ließ sich behandeln - erst danach kam es zum Ärger mit Tiafoe.
Kyrgios gelingt Auftaktsieg
Dem Australier Nick Kyrgios ist bei seinem Comeback auf der Tennis-Tour in Stuttgart ein überraschend souveräner Auftakterfolg gelungen. Der dauerverletzte Wimbledon-Finalist von 2022 gewann bei der Rasenveranstaltung gegen den an Position acht gesetzten Franzosen Corentin Moutet 6:3, 6:4 und zog damit ins Achtelfinale ein.
„Ich freue mich riesig, wieder dabei zu sein und Tennis auf hohem Niveau zu spielen“, sagte der 31-Jährige. Er wisse noch nicht, ob er sagen könne, dass er sich selbstbewusst fühle. Nach der Wiederherstellung seines Handgelenks und vier Knie-Operationen stecke er viel Arbeit in seinen Körper. „Mal sehen, wie ich mich morgen fühle“, sagte Kyrgios.
Für den ehemaligen Top-20-Spieler war es erst der zweite Auftritt in diesem Jahr, der erste seit Anfang Januar. Ende Dezember hatte er mit einem Showkampf gegen die belarussische Weltranglistenerste Aryna Sabalenka für Aufmerksamkeit gesorgt und diesen klar für sich entschieden. Zuvor hatte Kyrgios ebenfalls lange pausiert und seit März 2025 kein Match mehr bestritten.