Die Stuttgarter Kickers legen einen ganz schwachen Auftritt in der zweiten Halbzeit hin und unterliegen im Regionalligaduell dem FSV Frankfurt vor 4540 Zuschauern verdient mit 0:3.
Enttäuschung pur bei den Spielern der Stuttgarter Kickers.
Von Jürgen Frey
Pfiffe, vereinzelte Buhrufe, ansonsten Sprachlosigkeit: Die Stuttgarter Kickers unterliegen nach einer miserablen zweiten Halbzeit gegen den FSV Frankfurt in der Fußball-Regionalliga auch in dieser Höhe verdient mit 0:3 (0:0). „Das Ergebnis haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. Das Spiel gleitet uns aus der Hand, weil einfache Ballverluste zu den Gegentoren führten“, sagte ein tief enttäuschter Kickers-Trainer Marco Wildersinn.
Der Auftritt nach der Pause war auch deshalb ärgerlich, weil zu diesem Heimspiel, bei dem es streng genommen nur noch um Tabellenkosmetik ging, beachtliche 4540 Zuschauer ins Gazi-Stadion gekommen waren. Sie sahen in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Kickers in der 25. Minute die größte Chance hatten: Flamur Berisha schoss den Ball frei stehend aus sechs Metern mit zu viel Rücklage übers Tor.
Nach dem Wechsel gaben die Frankfurter mit ihren quirligen, ballsicheren Spielern immer mehr den Ton an. Sie präsentierten sich handlungsschneller, spielfreudiger und effizienter. Zumindest in den entscheidenden Momenten waren die Blauen nicht auf Augenhöhe mit dem Team von Trainer Tim Görner und bekamen keinen Zugriff. Die Folge: Die viel zu einfach zustande gekommenen Tore der Bornheimer durch George Iorga (57.), Elias Breir (64.) und Amin Farouk (76.).
Die Kickers fielen durch die Heimniederlage auf Platz acht zurück, auch eine Vertragsverlängerung von Trainer Wildersinn wird dadurch alles andere als wahrscheinlicher.
„Natürlich haben wir den WFV-Pokal im Fokus, aber deshalb schenkt keiner die Liga ab. Es macht schon einen Unterschied, ob wir Dritter, Vierter, Fünfter oder Achter werden“, sagte Per Lockl mit Blick auf die letzten sechs Ligaspiele. Im nächsten muss der Mittelfeldspieler zuschauen: Am kommenden Samstag (14 Uhr) im Spiel beim Bahlinger SC fehlt er wegen seiner fünften Gelbe Karte.
Aufstellung Kickers
Dornebusch – Petrovic, Danquah, Borac – Udogu, Tomic, Lock (65. Blank), Fundel (65. Schembri) – Berisha (74. Skenderovic), Mauersberger – Faß (74. Unsöld).
Bank: Neaime, Mitrovic, Kiefer, Zaiser.
Nicht im Kader: Bromma, Mulaj, Abdullahu, Mboob, Braig, Stojak, Frauendorf, Schwab.
Saison 2025/26
Ergebnisse 1. Göppinger SV – Stuttgarter Kickers (0:2/zweite WFV-Pokal-Runde), SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – Kickers 0:1, Kickers – SV Sandhausen 3:2, VfR Aalen – Kickers (0:2/dritte WFV-Pokal-Runde), Kickers – Eintracht Trier 1:1, 1. FSV Mainz 05 II – Kickers 3:0, Stuttgarter Kickers – Kickers Offenbach 1:2, TSV Weilimdorf – Kickers (1:2/WFV-Pokal-Achtelfinale), TSV Steinbach Haiger – Kickers 0:1, Kickers – SC Freiburg II 4:0, KSV Hessen Kassel – Kickers 3:0, FC Bayern Alzenau – Kickers 3:0, Kickers – SGV Freiberg 1:1, FSV Frankfurt – Kickers 3:0, Kickers – Bahlinger SC 3:0, TSG Balingen – Kickers 0:2, Kickers – TSV Schott Mainz 2:1, FC 08 Homburg – Kickers 2:1, Kickers – FC-Astoria Walldorf 2:1, SG Sonnenhof Großaspach – Kickers 3:1, Kickers – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz 0:1, SV Sandhausen – Kickers 2:1, Eintracht Trier – Kickers 2:4, Kickers – FSV Mainz 05 II 1:0, Kickers Offenbach – Stuttgarter Kickers 0:0, Kickers – TSV Steinbach Haiger 4:1, SC Freiburg II – Kickers 1:3, Kickers – SGV Freiberg (WFV-Pokal-Viertelfinale) 3:1, Kickers – KSV Hessen Kassel 0:1, Kickers – FC Bayern Alzenau 3:0, SGV Freiberg – Kickers 2:1, Kickers – FSV Frankfurt 0:3.
Termine Bahlinger SC – Kickers (18. April, 14 Uhr), Kickers – TSG Balingen (21. April, 19 Uhr), TSV Schott Mainz – Kickers (25. April, 14 Uhr), FC Holzhausen – Kickers (29. April, 17.30 Uhr/WFV-Pokal-Halbfinale), Kickers – FC 08 Homburg (3. Mai, 14 Uhr), FC-Astoria Walldorf – Kickers (9. Mai, 14 Uhr), Kickers – SG Sonnenhof Großaspach (16. Mai, 14 Uhr). (jüf)
Marlon Faß (re.) gab alles, konnte sich aber zu selten durchsetzen.
Enttäuscht: Kickers-Coach Marco Wildersinn.
4540 Zuschauern kamen ins Gazi-Stadion.
Per Lockl versuchte das Kickers-Spiel zu ordnen.
Präsident Rainer Lorz: Trainerentscheidung für neue Saison steht an.
Felix Dornebusch nahm das erste Gegentor auf seine Kappe.