Harmonisches Gespann: Pascal Stenzel (li.) und Trainer Sebastian Hoeneß, hier im Mai dieses Jahres.
Von Marco Seliger
Mitte August hat Pascal Stenzel (30) gegenüber unserer Redaktion über seine Zeit im Wartestand gesprochen. Der Vertrag des „Fußballgotts“ war im Sommer dieses Jahres nach sieben Jahren beim VfB Stuttgart nicht verlängert worden. Seither wartet der Rechtsverteidiger auf Angebote. „Es hat zwei bis drei Angebote von Vereinen gegeben, die für mich im Gesamtpaket aber nicht gepasst haben“, sagte Stenzel noch im August: „Es ist vom Grundgedanken her wichtig für mich, meine Familie auch unter der Woche sehen zu können, es muss passen. Klar weiß ich aber auch, dass es Quatsch ist, sich komplett einzuschränken.“
Stenzel ist mit seiner Familie wieder nach Freiburg gezogen, seine Frau stammt aus der Stadt. Einen neuen Verein gefunden hat der ehemalige VfB-Abwehrmann noch immer nicht – was sein Ex-Trainer Sebastian Hoeneß nicht so ganz verstehen kann. „Ich wundere mich, dass noch kein Club zugeschnappt hat“, sagte der Coach der Weiß-Roten am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim SC Paderborn am Samstag: „Mindestens jeder Zweitligist oder der eine oder andere Erstligist sollte nochmal draufschauen.“
Und zwar auf Stenzels Qualitäten, die Hoeneß nun so umschrieb: „Pascal ist ein Spieler, der einer Mannschaft sportlich und menschlich unglaublich viel geben kann. Er ist ein intelligenter Kerl und ein 100-prozentiger Teamplayer in allen Belangen, was die Mannschaft und den Club angeht.“
Hoeneß spielte damit auf Stenzels Schlussphase beim VfB an, in der er immer weniger zum Einsatz gekommen war – sich aber bei allem Ehrgeiz stets korrekt und integer verhalten hatte. Auch deshalb schloss der Trainer seine Ausführungen mit einem Aufruf an seinen Club: „Ich kann nur an den VfB appellieren, Pascals Qualitäten als Mensch und Persönlichkeit in welcher Form auch immer irgendwann mal wieder einzubauen – hier in Stuttgart kann man da nur davon profitieren.“