Partie in der Bundesliga

Später Elfmeter rettet Frankfurt einen Punkt gegen Wolfsburg

Ein strittiger Elfmeter in der Nachspielzeit rettet Eintracht Frankfurt einen Punkt gegen den VfL Wolfsburg.

Später Elfmeter rettet Frankfurt einen Punkt gegen Wolfsburg

Der Frankfurter Michy Matshuayi erzielte spät den Ausgleich per Elfmeter.

Von Dominik MAHL

Frankfurt (SID) Im strömenden Regen stürmten die Wolfsburger nach dem Abpfiff wütend auf Schiedsrichter Harm Osmers zu, die Frankfurter schlichen trotz des glücklichen Last-Minute-Punktgewinns enttäuscht vom Platz. Die Eintracht ist dank eines strittigen Elfmeters in der Nachspielzeit noch mit einem blauen Auge davongekommen und erkämpfte sich gegen den VfL ein 1:1 (0:0).

Anschließend waren beide Teams nicht zufrieden. "Wir haben zwei Punkte verloren", sagte Wolfsburgs Christian Eriksen mit Blick auf den Elfmeter bei DAZN: "Wenn das einer ist, dann hast du zehn Elfmeter jedes Spiel." Und Eintrachts Rasmus Kristensen meinte genervt: Insgesamt "müssen wir in unserem eigenen Wohnzimmer so ein Spiel gewinnen".

Die Wolfsburger Führung durch Aaron Zehnter (67.) hielt bis in die Nachspielzeit, dann brachte Denis Vavro Arthur Theate im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Osmers entschied nach Ansicht der TV-Bilder auf Elfmeter, Michy Batshuayi (90.+6) verwandelte cool unter die Latte.

Wolfsburgs Interimstrainer Daniel Bauer durfte auch in seinem zweiten Spiel an der Seitenlinie keinen Sieg bejubeln. Die Wölfe verpassten es, sich weiter vom Relegationsplatz 16 zu entfernen. Die Eintracht konnte die Patzer der Konkurrenz im Rennen um die Europapokalränge nicht nachhaltig nutzen.

Nach dem Ausfall von Sturmhoffnung Jonathan Burkardt entschied sich SGE-Trainer Dino Toppmöller mit Ansgar Knauff als einzigen Stürmer für eine Variante mit viel Tempo. Elye Wahi, Anfang des Jahres als Hoffnungsträger und potenzieller Ersatz für Omar Marmoush an den Main gekommen, stand nicht im Kader. 

Der schnelle Jean-Mattéo Bahoya legte die erste gute Chance von Mario Götze auf, der die Führung knapp verpasste (12.). Dann gaben die bis dato dominierenden Hausherren die Kontrolle aus der Hand. 

Wolfsburg wurde zwischendurch mutiger und kam durch Mohammed Amoura (22.) zum ersten gefährlichen Abschluss. Die Eintracht verstand den Weckruf offenbar und wurde wieder aktiver. Bei den zahlreichen Angriffen über die Außenbahn fehlte es aber an einem klaren Zielspieler im Strafraum. Die Großchance von Arthur Theate (42.), die Yannick Gerhardt kurz vor der Linie blockte, entstand nach einer Ecke.

Nach der Pause forderte die SGE ein erstes Mal Elfmeter, Osmers blieb nach Ansicht der Bilder aber bei seiner Entscheidung (55.). "Für mich ist das ein klarer Elfmeter", sagte Knauff im Anschluss, der 23-Jährige wurde beim Schussversuch von Wolfsburgs Lovro Majer getroffen.

Anschließend rettete Zetterer die Eintracht. Erst ließ der Keeper einen wuchtigen Schuss von Eriksen nach vorne abprallen, dann hielt er den Nachschuss von Amoura überragend (58.). Den Führungstreffer von Zehnter musste er jedoch durch die Beine lassen.

Von der Eintracht kam in der Folge wenig. Auch der nach etwa einer Stunde eingewechselte Mittelstürmer Batshuayi belebte das Offensivspiel vorerst nicht - bis er vom Punkt doch noch den Schlusspunkt setzte.