Der TSV Weilimdorf feiert zum fünften Mal die Deutsche Futsal-Meisterschaft. Ein 4:1 im zweiten Finalspiel vor 1496 Zuschauern gegen Hot 05 sichert den historischen Erfolg.
Meister-Jubel beim TSV Weilimdorf.
Von Jürgen Frey
Was für ein Jubel kurz nach 21 Uhr in der Stuttgarter Scharrena. Bundestrainer Marcel Loosveld überreichte die Meisterschale an Kapitän Philipp Pless und der TSV Weilimdorf feierte ausgelassen im goldenen Konfettiregen. Nach dem 4:1 im ersten Finalspiel beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal (Hot 05) hat der TSV auch das heiß umkämpfte zweite Endspiel mit 4:1 (0:1) gewonnen und nach 2019, 2021, 2024 und 2025 zum fünften Mal die Deutsche Futsal-Meisterschaft geholt.
Damit ist der Club aus dem Stuttgarter Norden alleiniger Rekordmeister und muss sich diese Ehre nicht mehr mit dem Hamburger SV teilen. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl vor so einer Kulisse die Schale zu holen. Wir sind immer ruhig geblieben, und so eine Meisterschaft ist nie etwas Selbstverständliches“, sagte TSV-Stürmer Davud Vehab.
1496 Zuschauer (Rekord für die Futsal-Bundesliga) hatten am Donnerstagabend für eine stimmungsvolle Atmosphäre gesorgt. Einen Dämpfer gab es allerdings nach zehn Minuten: Die defensiv- und kampfstarken Gäste aus dem Landkreis Zwickau gingen durch Dmytro Sorokin mit 1:0 in Führung.
Nach der Pause besorgte Davud Vehab – nach der Winterpause auch für vier Spiele für den 1. Göppinger SV in der Oberliga am Ball – den 1:1-Ausgleich (20.) für das Team von TSV-Trainer Vojkan Vukmirovic.
Die hochklassige und enorm temporeiche Partie blieb spannend. Der überlegene TSV blieb am Drücker. Die Überzahlsituation wegen einer Gelb-Roten Karte für die Sachsen nutzte Kennedy Alves Ribeiro zum 2:1 (28.). Lukas Dorfschmid erhöhte auf feine Vorarbeit von Vehab auf 3:1 (34.). Dem überragenden Torwart Philipp Pless gelang mit einem sehenswerten Abschlag ins leere Hot-05-Tor das 4:1 (39.). Kurz danach war Schluss. Und der Jubel kannte keine Grenzen. Was nun die weiteren Ziele sind? „Die Meisterschaften sechs, sieben, acht – und natürlich in der Champions League etwas reißen“, sagte Vehab und verabschiedete sich zur Meistersause.
TSV-Keeper Philipp Pless zeigte starke Paraden.
Stimmungsvolle Atmosphäre in der Scharrena.
Auffälligster Weilimdorfer Feldspieler: Amer Dzindic zieht ab.
Dmytro Sorokin (li.) gegen Gjokica-Djo Arsovski vom TSV Weilimdorf.
1496 Zuschauer kamen in die Scharrena.
TSV-Jubel mit Betreuer Dieter Bögel mit der Meisterschale.
Hajrulla Redzepi jubelt mit seiner Schwester Dafina, die beim VfB spielt.
Ehre, wem Ehre gebührt: Kennedy Alves Ribeiro mit Nachwuchs auf dem Arm.