Turbulente Partie endet mit Punkteteilung

Fußball-Regionalligist Großaspach muss sich gegen Hoffenheim II mit einem 3:3 begnügen

Zunächst hinten gelegen, dann geführt. Wieder einem Rückstand nachgelaufen und immerhin noch ausgeglichen. Großaspachs Regionalliga-Fußballer wussten nach dem 3:3 im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim II nicht so richtig, was sie mit diesem Resultat anfangen sollten. Klar ist: Im Abstiegskampf war die Punkteteilung gegen den direkten Kontrahenten für die SG Sonnenhof weder Fisch noch Fleisch.

Turbulente Partie endet mit Punkteteilung

Sorgte mit einem Traumtor für die zwischenzeitliche Großaspacher Führung: Joel Gerezgiher. Foto: A. Becher

Drei raus, drei rein: So reagierte Großaspachs Trainer Hans-Jürgen Boysen auf die 1:3-Niederlage in Offenbach. Für Vincent Sadler, Andrew Owusu und Ken Gipson rückten Joel Gerezgiher, Jonas Meiser und Andreas Ivan in die Startformation. In der ersten halben Stunde passierte in beiden Strafräumen wenig – wenn sich ein Team dem Tor mal etwas näherte, waren es aber eher die Hausherren. 32 Minuten waren dann gespielt, als es SG-Mittelfeldstratege Joel Gerezgiher mal mit einem Freistoß aus großer Distanz probierte. Aus etwa 30 Metern visierte er das rechte Dreieck an, die Kugel streifte die Latte.

Es waren dann die Hoffenheimer, die mit ihrem ersten Schuss aufs Tor mit 1:0 (34.) in Führung gingen. Quincy Lee Butler initiierte einen Angriff über die rechte Seite, die Aspacher ließen ihn großzügig gewähren. Er marschierte fast bis zur Grundlinie durch und passte in die Mitte, wo Maximilian Beier den Fuß lang machte und aus fünf Metern einschob. Die SG Sonnenhof hatte nur vier Minuten später die große Chance zum schnellen Ausgleich. Jonas Brändle flankte von der linken Seite, den Kopfball von Jonas Meiser fischte TSG-Keeper Luca Dante Philipp mit einem Reflex aus dem linken Eck. Spätestens in der 44. Minute war Hoffenheims Führung als glücklich zu bezeichnen. Nach einer Ecke von Gerezgiher brachten die Gäste den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Kai Gehring kam etwa vom Elfmeterpunkt zum Schuss, doch der Keeper lenkte den Ball über die Latte.

Großaspach ging also mit einem Rückstand in die Pause, blieb aber auch danach am Drücker. Den Lohn gab es in der 54. Minute. Sebastian Schiek flankte aus dem rechten Halbfeld, im Strafraum verlängerte Marvin Cuni die Kugel mit dem Kopf zum 1:1 ins lange Eck. Cuni, wer sonst? Es war bereits das 15. Saisontor des jungen Aspacher Angreifers. Die SG wollte nachlegen, doch es war ein ums andere Mal der TSG-Keeper, der etwas dagegen hatte. Er parierte gegen Gerezgiher (61.) und Jan Ferdinand (63.). In der 67. Minute konnte aber auch der Mann im Hoffenheimer Kasten nichts mehr machen. Nachdem seine Kollegen den Ball auf der linken Abwehrseite vertändelt hatten, spielte ihn Cuni zu Gerezgiher. Der legte sich den Ball knapp 30 Meter vor dem Tor in aller Seelenruhe auf den rechten Fuß und packte einen Hammer aus. Die Kugel sauste zum 2:1 in den linken Winkel.

Aspach auf der Siegerstraße? Mitnichten. In der 77. Minute schlug Hoffenheim zurück. Den verdeckten Schuss von Meris Skenderovic konnte SG-Keeper David Nreca-Bisinger gerade noch abwehren, aber eben nur nach vorne. Beier staubte zum 2:2 ab. Damit nicht genug: In der 85. Minute gingen die Gäste sogar zum zweiten Mal in Führung. Skenderovic passte auf der rechten Seite in den Lauf von Beier, der nacheinander Ken Gipson, Jonas Brändle und Kai Gehring alt aussehen ließ und seinen Dreierpack schnürte.

Den Hausherren drohte nun sogar eine Niederlage, doch sie zeigten Moral und glichen in der 87. Minute wieder aus. Einen langen Ball von Brändle verlängerte Gehring zu Ferdinand, der aus zehn Metern trocken und flach zum 3:3 ins rechte Eck abschloss. Das letzte Wort war damit aber noch nicht gesprochen, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit gab es noch einen Freistoß für Hoffenheim aus etwa 18 Metern. Fabian Rüth zirkelte ihn über die Mauer, SG-Keeper Nreca-Bisinger lenkte den Ball an die Latte.

Das war es, für Großaspach geht es bereits am Mittwoch um 18 Uhr mit dem Heimspiel gegen Koblenz weiter.