TVB-Spielmacher Max Häfner, bedrängt von Nicolai Theilinger, spielt den Ball ab.
Von Jürgen Frey
Den Schlusspunkt zum 27:30(15:16)-Endstand setzte ausgerechnet Lenny Rubin. Der Ex-Spieler des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart machte mit seinem zweiten Tor an diesem Sonntag für seinen neuen Club TBV Lemgo Lippe endgültig den Deckel drauf.
Es waren aber zwei andere Spieler im Team von Trainer Florian Kehrmann, die dieses Spiel vor den 4974 Zuschauern in der Porsche-Arena entschieden. Rückraumspieler Niels Versteijnen (acht Tore, sieben Assists) bekam die TVB-Abwehr nie in den Griff. Und hinten nagelte der italienische Nationaltorwart Domenico Ebner spätestens in der Crunch Time den Kasten zu. Nach seiner Einwechslung in der 16. Minute zeigte der Ex-Bietigheimer elf Paraden.
Kam er mal nicht an den Ball, half ihm das Glück. So als der Ball von Philipp Ahouansou beim Stand von 26:27 (54.) an den Pfosten klatschte. „Wir scheitern an uns selbst, lassen zu viele freie Bälle liegen und leisten uns zu viele technische Fehler, uns fehlte der Killerinstinkt“, sagte Kapitän Patrick Zieker, der mit seinem insgesamt 647. Tor zum alleinigen Bundesliga-Rekordschütze des TVB aufstieg. „Diese Statistik interessiert mich heute überhaupt nicht“, wollte der Linksaußen davon nichts wissen.
Bester TVB-Werfer war noch vor Kai Häfner (6/2 Tore) Mohamed Amine Darmoul (7), obwohl ihn Misha Kaufmann in der Schlussviertelstunden nicht mehr einsetzte. Der TVB-Trainer zeigte sich mit der Disziplin des Rückraumspielers unzufrieden, beorderte ihn ans Ende der Auswechselbank.
Für den TVB besteht recht schnell die Chance zur Wiedergutmachung. Bereits am kommenden Donnerstag (19 Uhr) geht es gegen die HSG Wetzlar. Dann soll in der Porsche-Arena der zweite Heimsieg der Saison eingefahren werden.